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Aktuelles aus der Hochschule

Lieferservice per Drohne direkt ins Auto

Interaction Design: HAWK-Studierende präsentieren zukunftsfähige Ideen bei Bosch SoftTec

Morgens klingelt der Wecker, dann beginnt der tägliche Wettlauf mit der Zeit, um pünktlich im Büro zu sein. Ein großer Zeitkiller dabei: das morgendliche Frühstück. HAWK-Studentin Yuan Zhu hat sich dafür im Rahmen des Seminars „Future connected mobility“, einer Kooperation des Lehrgebiets Interaction Design der HAWK-Fakultät Gestaltung und HAWK plus Entrepreneurship, eine besondere Lösung ausgedacht. In den Räumen von Kooperationspartner Bosch SoftTec stellte die Masterstudentin jetzt ihre Vision eines Lieferservices vor und erntete Begeisterung: Während das selbstfahrende Auto die Fahrerpflichten erfüllt, kann die Besitzerin oder der Besitzer aus mehreren Anbieteroptionen auf der Windschutzscheibe aussuchen und sich per Drohne durch das Schiebedach beliefern lassen. Bei Familienausflügen kann jeder einzelne so auch individuell nach eigenem Geschmack bestellen. Nach dem Essen übernehmen Entsorgungsdrohnen die Müllentsorgung via Schiebedach.  Das Publikum applaudierte Yuan Zhu für die ansprechende Idee und die besonders gelungenen animierten Grafiken. 

„Die Ideen zum ‚Auto +‘ klingen vielleicht sehr futuristisch, aber die Technologien sind schon vorhanden. Die Drohnen fliegen, es gibt Big Data, verschiedenste Sensoren und Funknetze existieren bereits. Die vielseitigen Entwürfe und Technologien zusammen zu bringen, ist die spannende Aufgabe des Interaction Design“, bewertet HAWK-Professor für Interaction Design Stefan Wölwer die Idee als durchaus umsetzbar. Bis zu einer kompletten Umsetzung  gebe es ohnehin einen schrittweisen Prozess: „Die kommenden Jahre werden eine Zeit des Übergangs, die einen iterativen Prozess benötigen. Design gestaltet und reflektiert diese neuen Technologien mit.“

Nach einem Symposium in der Hochschule zum Start des Projektes mit Prashanth Halady (Bosch) und Thorsten Jankowski  (VW), beides Fachleute für User Experience (UX) und Interface Design, war der Kurs in die Kreativphase gestartet. Auch während der Verfeinerung des Projektes gab es einen Schulterblick von Bosch SoftTec. „Wir stellten uns dabei die Fragen: Was gibt es schon? Was macht Sinn und was haben wir so noch nicht gesehen?“, erzählt Kay Herget, Leiter Marketing, Business Development und Strategie der Bosch-Tochterfirma Bosch SoftTec über den Entstehungsprozess. Den Fachleuten bringt der studentische Blick auf ihre Fach-Themen neue Blickwinkel für den Berufsalltag. Zu der Abschlusspräsentation hatte Herget deshalb auch extra Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen  Abteilungen eingeladen.  

Interessiert verfolgten die Profis die Vorträge der Studierenden aus den Bereichen Autonomes Fahren, Öffentlicher Nahverkehr, Logistik bis hin zu Individueller Mobilität. Gerade Ideen wie von Vincent Timm mit seinem Projekt „Sixth Sense“, die auch speziell auf autonome Fahrzeuge zugeschnitten sind, bringen neue Ansätze. Mit Musikexperten und Entwicklern von Bosch SoftTec  arbeitete der Student an Musikvarianten, die sich je nach Umfeld, Ereignis und Wetterlage verändern und dadurch Informationen übermitteln.

Dass die Ideen in der Praxis so gut angekommen sind, ist auch das Verdienst der HAWK- Professoren Prof. Dr. Stephanie Rabbe und Prof. Dr. Christoph Kolbeck, denn sie sorgten für den unternehmerischen Zuschnitt. In ihren Lehrveranstaltungen „Cases in Entrepreneurship“  entwickelten sie die Business Cases für die Ideen und überprüften ihre Zukunftsfähigkeit mit Hilfe der Szenario-Technik. „Aus den Visionen entwickelten wir mit den Studierenden konkrete Geschäftsmodelle und erarbeiten, wie diese Ideen im Unternehmenskontext in fünf bis zehn Jahren wirken.“ „Wir freuen uns immer über Technologiepartner, die mit unseren Studierenden deren Projekte realisieren“, sagt Prof. Stefan Wölwer. Bei Pizza und Kaltgetränken gab es bereits vielversprechende Gespräche zu einzelnen Projekten.

Erscheinungsdatum: 27.02.2017 

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