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Aktuelles aus der Hochschule

Neue Perspektiven für Geflüchtete

Viele Interessierte bei Informationsveranstaltung „Studium für Geflüchtete“

„Hier wird uns gesagt, wie der Hase läuft“, erklärt Ali Alber dem Publikum im Hörsaal. Alber ist Syrer und nach Deutschland geflohen. Wie viele andere junge Menschen träumt er von einem Studium. Um diesem Traum ein Stück näher zu kommen, nimmt er zur Zeit an einem Deutsch-Intensivkurs zur Studienvorbereitung teil, der von der HAWK in Kooperation mit der Universität angeboten und wird.

„Wie der Hase läuft“ – damit meint Alber das Wissen über das deutsche Hochschulsystem aber auch deutsche Gepflogenheiten und Kultur. Teil des Deutsch-Intensivkurses ist nämlich auch ein Begleitprogramm zur Studienvorbereitung.

Nun sitzen etwa einhundert Geflüchtete vor ihm, die seinen Wunsch nach einem Studium teilen. Sein Vortrag ist Teil der Informationsveranstaltung „Studium für Geflüchtete“, die HAWK und Uni bereits zum dritten Mal ausrichten. Alber und die anderen Kursteilnehmer/innen haben beschlossen, ihren Deutsch-Intensivkurs selbst vorzustellen – auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Kurdisch.

Auch die anderen Vorträge der Informationsveranstaltung werden auf Englisch und Arabisch übersetzt. Carsten Rumbke und Dr. Frauke Drewes vom Projekt HAWK open informieren über Studienvoraussetzungen, Finanzierungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote der HAWK. Auch die Universität Hildesheim stellt ihre Angebote vor. Akram Hejjo aus Syrien, ebenfalls Teilnehmer des Deutsch-Intensivkurses, übersetzt für die arabischsprachigen Zuhörer/innen.
„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sprachkurses haben die Veranstaltung super mitorganisiert und sich eingebracht“, lobt Rumbke im Anschluss an die Vorträge. „Man merkt, dass sie aktiv mitgestalten wollen.“

Das kam auch bei den Studieninteressierten gut an. „Die Veranstaltung war sehr interessant. Und es freut mich, dass auch unsere Leute teilgenommen haben“, findet Basem Rajjoub, der eben noch im Hörsaal in der ersten Reihe saß. Nun hat er, der in Syrien bereits seinen Bachelor in Bauingenieurwesen abgeschlossen hat, die Gelegenheit, sich an den zahlreichen Infotischen im Foyer näher zu informieren.
Neben HAWK open, dem HAWK plus Sprachenzentrum, dem Akademischen Auslandsamt und der HAWK Studienberatung haben auch die Uni Hildesheim, das Studentenwerk, das Jobcenter und viele weitere Organisationen ihre Stände aufgebaut, um die Studieninteressierten zu informieren. „Es ist selbstverständlicher geworden, dass auch die anderen Einrichtungen dabei sind“, beschreibt Rumbke die Entwicklung der Veranstaltung.
„Der Andrang ist zwar nicht mehr ganz so groß wie vor einem Jahr, dafür sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber besser informiert“, ergänzt Drewes.

HAWK open wurde 2015 ins Leben gerufen, um Menschen mit Fluchterfahrung beim Weg ins Studium zu unterstützen. Seitdem sei das Projekt stark gewachsen, berichtet Dr. Frauke Drewes. „So konnten wir im vergangenen Jahr Angebote gestalten, die ganz konkret weiterhelfen.“ Durch Deutschkurse, Studienvorbereitungskurse und Gasthörerschaft können Geflüchtete sich gezielt auf ein Studium vorbereiten. Erste Informationen und Unterstützung bei der Anmeldung erhalten sie in der „Open Hour“, in der Studierende der HAWK zu festen Sprechzeiten zur Verfügung stehen.
Seit neuestem gibt es für deutsche und internationale Studierende und Studieninteressierte das „Café International“. Im Café Brühlchen treffen sich Menschen mit und ohne Fluchthintergrund, um Zeit miteinander zu verbringen, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.
Bald soll es außerdem einen Mathematikkurs geben, in dem internationale Studierende ihre Mathekenntnisse für ein Studium überprüfen und angleichen können.

HAWK open

Erscheinungsdatum: 15.03.2017 

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