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Aktuelles aus der Hochschule

Flux: HAWK stellt Plasma-Technologie vor

Plasma erobert Medizin und Haushalt / Präsentation beim Forschungstag im Schloss Herrenhausen

„Wann kann ich das kaufen?“, war eine der häufigsten Fragen, die die Professoren Dr. Stefan Wieneke und Prof. apl. Prof. Dr. Wolfgang Viöl beim Niedersächsischen Forschungstag flux beantworteten. Die HAWK  stellte, als eine von 16 teilnehmenden niedersächsischen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen, ihre Ergebnisse der Plasmaforschung vor.

Plasma ist eine Schlüsseltechnologie, die industriell schon seit den 1960-er Jahren in vielen Bereichen eingesetzt wird. Die HAWK-Wissenschaftler untersuchen jedoch, als weltweit erste, die Behandlung menschlicher Haut mit Atmosphärendruck-Plasma. Es ist im Verhältnis zu anderen Plasmen, die sich etwa zur Bearbeitung von Metallen oder Kunststoffen nutzen lassen, vergleichsweise kühl und sein Druck entspricht etwa dem normalen Luftdruck. Die weltweit ersten klinischen Studien zur plasmaunterstützten Wundheilung liefen am Klinikum Schwabing (München) und an der Universitätsmedizin Göttingen.

Mit dem Läusekamm auf  Plasmabasis, dem PlasmaDerm zur Wundheilungsförderung und Keimreduktion, sowie dem Milbenstaubsauger erobern die erfolgreichen Forschungen der HAWK nun den medizinischen und Homecare-Bereich. Die HAWK-Forschung ist damit auf dem Weg, Volkskrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte mit Hilfe von Plasma-Behandlungen signifikant zu lindern. Plasma-Anwendungen wie Handgeräte zur Wundheilung oder der Plasma-Läusekamm zählen in den nächsten Jahren womöglich zur Selbstverständlichkeit in Haushalt und Handwerk.

Viöl geht davon aus, dass der Läusekamm zum Ende dieses Jahres, auch für private Haushalte zu einem bezahlbaren Preis, in den Handel kommt. Für PlasmaDerm besteht bereits seit 2004 das Patent und ist seit zehn Jahren auf dem Markt. Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić hob beim Besuch des HAWK-Standes hervor, dass aus den Forschungen der Hochschule wirtschaftlich wertvolle Innovationen entstehen. Auch sei hier ein gutes Beispiel dafür gesetzt, dass medizinische, technische, natur- und ingenieurwissenschaftliche Forschungen ineinandergreifen.

Viöl erklärte, dass an der Göttinger HAWK-Fakultät für Naturwissenschaften und Technik auch Studierende verschiedener Fachrichtungen beteiligt seien und nun auch ein Masterstudiengang für Laser- und Plasmatechnik angeboten wird. In Anbetracht dessen, dass sich Deutschland weltweit auf Platz drei in der Plasmaforschung befindet, sei dies ein aussichtsreicher Studiengang. An Ideen mangelt es Wolfgang Viöl und seinem Team nicht und er sagt: „Besonders im Homecare-Bereich bieten sich viele Einsatzmöglichkeiten.“

Video zur Plasma-Technologie

Erscheinungsdatum: 08.05.2017 

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