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Aktuelles aus der Hochschule

Internationaler Workshop Küstenschutz in Venedig

HAWK setzt Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule fort

Wenn man einen Workshop in Venedig plant, denkt wohl jeder an Urlaub und bezweifelt die Sinnhaftigkeit. Dass Venedig, gerade weil es touristisch so interessant ist, derart schützenswert ist, dass es als nationale Aufgabe höchster Priorität gesehen wird, und deshalb Wasserbauwerke zum Einsatz kommen, die ebenso außergewöhnlich sind, muss erklärt werden.

Die gastgebenden Dozierenden Viola Schlienger und Prof. Peter Schmocker der Berner Fachhochschule hatten diesmal in enger Abstimmung mit den HAWK Dozierenden Sonja Wethkamp und Prof. Axel Stödter akribisch einen interessanten und abwechslungsreichen Workshop in Venedig geplant, der durch Vorträge der Küstenschutzbehörde und des Institutes für Meereswissenschaften ISMAR noch ergänzt wurden.

Zu Beginn des Workshops gab es zudem eine Exkursion zur Vajont-Talsperre in Norditalien, die kurz nach Fertigstellung in den 1960er Jahren zum einen die höchste Talsperre der Welt war, zum anderen durch eine große Hangrutschung, bei der fast alles gespeicherte Wasser zu einer unvorstellbaren Flutwelle wurde und tausende Menschen in den Tod schickte. Inzwischen ist diese ein Mahnmal für verantwortungsvolles Bauen.

Während mehrerer Tage arbeiteten gemischte Gruppen aus den über 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern intensiv an verschiedenen wasserbaulichen Themen rund um Venedig, im Zentrum das M.O.S.E-Projekt, das bald dem „acqua alta“ ein Ende bereiten soll. Das ist das regelmäßige Hochwasser, das die ältesten Teile Venedigs mehrmals im Jahr überschwemmt und entsprechenden Schaden anrichtet.

Auch wenn die Sprache im Workshop Deutsch war, waren Unterschiede zwischen Schweizer und deutschen Sichtweisen erkennbar, so dass auch hier die Studierenden sich aufeinander einlassen mussten. Dies verlief sehr harmonisch, so dass – verbunden mit Präsentationen aller Gruppen am letzten Tag des Workshops – eine Fortsetzung für das nächste Jahr vereinbart wurde, dann wieder von der HAWK organisiert. Zudem ist es ständige Aufgabe, Austauschstudierende für beide Standorte zu finden und zu beraten.

Die Fakultät Bauen und Erhalten der HAWK verabschiedet sich zudem herzlich bei den beiden Betreuern der Partnerhochschule, Viola Schlienger und Peter Schmocker, die aus Gründen der beruflichen Veränderung oder Pensionierung im nächsten Jahr nicht mehr dabei sein werden.

Weitere Informationen:

Erscheinungsdatum: 06.11.2017