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Aktuelles aus der Hochschule

"Machbarschaft" - Vernetzte Räume

Studierende präsentieren Ideen zur sozialen und digitalen Inklusion im Quartier

Oldenburg, ein neues Quartier soll entstehen. Auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Oldenburg bietet sich die Gelegenheit zur Mitgestaltung eines ganzheitlichen und nachhaltigen Quartiers. Dieser Herausforderung stellen sich 48 Studierende von sechs Hochschulen. Innerhalb einer Woche arbeiten neun interdisziplinäre Teams, welche sich aus sieben verschiedenen Fachbereichen zusammensetzten, an der Entwicklung von Smart-City-Konzepten. Die drei besten Ideen wurden jetzt im Oldenburger Kulturzentrum PFL vorgestellt.

Auch an der neunten Blockwoche der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) beteiligten sich mehrere Studierende der Fakultät Gestaltung unter fachlicher Begleitung von Prof. Andreas Schulz und der Masterstudentin Franziska Gumrich. Dabei gehen zwei der vier Studierenden der HAWK als Preisträger aus der spannenden und intensiven Woche heraus.

Die Aufmerksamkeit der Jury zog unter anderem das Konzept der Produktdesignstudentin Mirjam Prochnau auf sich. In einem Team von sechs Studirenden entstand unter dem Motto "Inklusion durch Innovation" der tägliche Begleiter "Budd-e", welcher den ersten Platz belegte. Budd-e erleichtert den Transport von alltäglichen Gütern und folgt dem Besitzer autonom.

Aber auch das Team um Reinhold Schmidt überzeugte mit dem Konzept "Quafé - digital beisammen". Das Team setzte sich mit der stetig ansteigenden Digitalisierung und dem damit verbundenen Risiko, Menschen auszugrenzen, auseinander. Diesem Problem soll mithilfe des Quafés entgegen gewirkt werden. Gemeinschaft sowie soziale Teilhabe in der wachsenden Digitalisierung soll gefördert und der Singularisierung entgegengewirkt werden.

Das interdisziplinäre Arbeiten brachte erste Erfahrungen, die auch für das spätere Arbeitsleben eine wichtige Rolle spielen. Unter den Teilnehmenden wurden Fachbereiche von der Gerontologie über Geoinformatik bis hin zu Gestaltung, Transformation Design, Architektur, Stadt- und Regional-Management und dem Ingenieursstudiengang für Assistive Technologien abgebildet. Durch die Vermischung der Kompetenzen konnten die Studierenden neue Erfahrungen sammeln und über die Gedankenpools des eigenen Fachbereiches hinausschauen. Eine besondere Herausforderung für alle Teams bestand im engen zeitlichen Rahmen der Veranstaltung. In der ersten Hälfte der Woche wurden die Studierenden mit Hilfe von Fachvorträgen, Exkursionen und einem Generationenaustausch an das Thema herangeführt. Die zweite Hälfte diente den Studierenden zur Ausarbeitung Ihrer Konzepte. Teils arbeiteten die Studierenden bis mitten in die Nacht, damit die Präsentation für die Fachjury pünktlich fertig war.

In dieser einen Woche sind nicht nur außerordentliche Konzepte entstanden, darüber hinaus wurden trotz oder eher aufgrund der Herausforderungen der Woche neue Freundschaften geknüpft.

Erscheinungsdatum: 22.06.2018