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Bauen und Erhalten

Projektarbeiten Bachelor BA Architektur in Hildesheim

Von der Stadt zum Haus

Hochschulnahes Arbeiten und Wohnen am HAWK-Campus - Studentenarbeiten 3./4. Semester

Name:
Lara Grube, Pauline Menzel

Dozent:
Prof. Dr.-Ing. Alfred Breukelman

Modul:
- BA 3-1   Entwurfsprojekt
  3. Semester
- BA 4-1   Konstruktives Projekt
  4. Semester

Aufgabenstellung:
Es ist geplant, die städtebauliche Situation im Bereich des östlichen Randes des künftigen HAWK-Campus „Am Weinberg“ neu zu ordnen und in diesem Abschnitt hochschulnahe Nutzungskonzepte zu realisieren.
Bei den Umstrukturierungsüberlegungen ist man davon ausgegangen, dass ein Teil der derzeit vorhandenen Bebauung entfernt und die Wegebeziehung vom Hohnsen zum Campusgelände entsprechend dem überarbeiteten Strukturkonzept angepasst wird. Somit entstehen drei neue Baufelder mit verwertbarem Zuschnitt und angemessener Erschließung.
Für das Baufeld südlich des Fußwegs soll ein Bebauungsvorschlag entwickelt und darauf aufbauend die Entwurfsplanung für die Bebauung erarbeitet werden.
Für das gesamte Planungsgebiet liegt ein Bebauungsplan vor; er bildet die Grundlage für die Planung (Art und Maß der baulichen Nutzung) bzw. ist entsprechend dem erarbeiteten Bebauungsvorschlag anzupassen. Der Umfang der Gebäudeplanung orientiert sich an den Leistungsphasen 1 bis 4 gemäß HOAI §33.
In Anlehnung an den derzeit gültigen Bebauungsplan ist eine drei- bis viergeschossige Bebauung auf dem Grundstück möglich. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss sollen gewerblich als Büroflächen genutzt werden; für die darüber liegenden Geschosse ist eine Wohnnutzung vorzusehen. Für die Hochschule ergibt sich zunehmend ein Bedarf an flexibel nutzbaren Büroflächen in unterschiedlichen Größen, die zeitlich begrenzt für Projekte, Forschungsvorhaben oder Ausgründungen angemietet werden. Darüber hinaus hat sich in den letzten Jahren ein Bedarf an Apartments für Gastdozenten, Dozenten, AustauschstudentInnen etc. entwickelt. Die Planung der Wohneinheiten soll sich an diesen Bedarf orientieren.

Entwurfsbeschreibung:
„Um das Grundstück optimal zu nutzen, den rodungsgeschützten Baumbestand zu erhalten und ein flexibles Stützenraster unterzubringen entwarfen wir folgendes Gebäude: Über das Stützenraster ergab sich eine Gebäudetiefe, mit der wir sowohl dem Büro als auch dem Wohnen gerecht werden. Das Raster basiert auf 1,50m. Der Skelettbau besteht aus Stahlbetonstützen und –decken. Diese sollen in den Büroetagen zur Betonkernaktivierung genutzt werden.
Die Fassade gestaltet sich durch eine Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Lärche und Aluminium filigran und transparent. Somit können die Kombizonen der Bürogeschosse optimal belichtet werden. Trotzdem wird durch verschiedene Sonnenschutzsysteme aus Lärche für ausreichenden sommerlichen Wärmeschutz gesorgt.
Um vor allem in den Wohngeschossen einen hohen Komfort zu gewährleisten, sind hier für jede Wohneinheit Loggien bzw. Terrassen mit Südausrichtung geplant. Die oberen Geschosse werden über das Treppenhaus und einen offenen Laubengang erschlossen.
Der einzige massive Baukörper ist das notwendige Treppenhais im Norden des Gebäudes. Der massive Kern ist nur durch wenige Öffnungen belichtet und wirkt so als eigenständiges Element. Dieser Effekt wird durch die dunklen Faserzementplatten unterstützt. Alle anderen Fassadenseiten bestehen aus einem filigranen Pfosten-Riegel-System. Durch das Spiel der Materialien und das Schaffen von Kontrasten mit Hilfe von Farben und Sonnenschutzsystemen wirkt die strukturierte Fassade lebhaft und ein sichtbarer Übergang vom hochschulnahen Arbeiten zum hochwertigen Wohnen wird geschaffen.“