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Bauen und Erhalten

Projektarbeiten Bachelor BA Architektur in Hildesheim

Wohnen und Arbeiten an der Senator-Braun-Allee in Hildesheim

Auf einem Grundstück sind Planungskonzepte für das Wohnen und Arbeiten in der Stadt zu erarbeiten. - Studentenarbeit 3. Semester

Name:
Laura Friedrich, Jennifer Daus

Dozent:
Prof. Dr.-Ing. Alfred Breukelman

Modul:
BA 3-1 Entwurfsprojekt
3. Semester

Aufgabenstellung:
Die Oststadt in Hildesheim soll als gemischtes Quartier aus Wohnen und Arbeiten weiterentwickelt und hierzu vorrangig vorhandene Brachflächen genutzt werden. Auf einem Grundstück östlich der Senator-Braun-Allee und südlich des Berliner Kreisels sind  in diesem Sinne zukunftsfähige Planungskonzepte für das Wohnen und Arbeiten in der Stadt zu erarbeiten. Das Planungsgrundstück - eine ehemalige Kleingartenanlage - soll als Teil eines Grünzugs ausgebaut und gestärkt werden. Die neu zu planende Bebauung ist daher als durchgrünte Struktur mit kompakten Einzelhäusern in offener Bebauung zu entwickeln.

Bei vorgegebenen Außenabmessungen von 20 m x 20 m und viergeschossiger Bauweise sind pro Geschoss Wohn-/Nutzflächen von ca. 280 qm zu veranschlagen. Je nach Nutzerprofil ergeben sich z.B. Einheiten von 70, 140, 210 und 280 qm Größe.
Im Rahmen der Projektarbeit sollen darüber hinaus verschiedene Nutzungsszenarien berücksichtigt werden, beispielsweise durch Veränderbarkeit der Grundrisse (z.B. durch nichtragende Innenwände), der Größe der Nutzungseinheiten (z.B. durch Zusammenlegung mehrerer Einheiten) oder durch Nutzungswechsel (von der Wohn- zur Büronutzung und umgekehrt). Dementsprechend sind unterschiedliche Nutzergruppen und –profile sowohl für das Wohnen (z.B. Singles, junge Familien oder Wohngemeinschaften) als auch für das Arbeiten zugrunde zu legen. Anregungen für flexible Nutzungskonzepte bietet u.a. das Konzept des Hybrid-Hauses.

Entwurfsbeschreibung:
„Die Grundidee für unseren Entwurf des Projektgebäudes war die, eine Kombination aus Büro- und Gewerbe-, sowie Wohnnutzung zu schaffen, in der offenes Design eine gewisse Flexibilität ermöglicht und Freiraumbezug, beziehungsweise der Bezug nach außen, mit unserem städtebaulichen Konzept des 'GRÜNERLEBEN' harmoniert. Hierbei war es uns wichtig, bei jeder Nutzungsform einem hohen Standard zu entsprechen und die drei Wohneinheiten sowie auch die sechs Büros und das Café im Erdgeschoss in einer möglichst kompakten Form zu vereinen.

Im Erdgeschoss befindet sich zunächst ein kleineres Büro mit separater Erschließung von Nordwesten.
Die Büros im 1. und 2. Obergeschoss sind zum größten Teil offen gehalten, besitzen jedoch jeweils neben einem Großraumbüro auch ein Einzel-, und ein Doppelbüro für Angestellte in Führungspositionen oder Vorgesetzte.

Die Arbeitsbereiche sind jeweils zu Zweierplätzen gruppiert, um die Kommunikation zwischen den Angestellten zu fördern. Die Büros im östlichen Teil des Gebäudes haben außerdem ihre eigene Loggia, die als Aufenthaltsmöglichkeit, zum Beispiel in Mittagspausen, dienen kann.

Im 3. Obergeschoss befinden sich drei Wohneinheiten, die jeweils auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt sind. So ist zum Beispiel die südöstliche Wohnung optimal für Alleinstehende geeignet, während die Wohnung im Westen mit ihren zwei Bädern und den Kinderzimmern von Familien mit bis zu zwei Kindern bewohnt werden kann.
Die Loggia erstreckt sich vom Erdgeschoss bis zum 3. Obergeschoss über die gesamte östliche Fassade. Sie besitzt horizontal verschiebbare Hebeschiebefenster, welche sich so öffnen lassen, dass jeweils eine größtmögliche Fläche der Fassade verschwindet und so den Blick auf die Landschaft freigibt und ein Gefühl des 'Draußen-Sitzens' hervorruft.
Im Wesentlichen prägen zwei Faktoren das äußere Erscheinungsbild unseres Gebäudes. das sich herausschiebende Café und die großen, vorstehenden Paneele mit ihren unterschiedlich großen, verschiedenartig angeordneten Fenstern.“