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Bauen und Erhalten

Exkursionen und Workshops

Lernen voneinander und miteinander

Erster Internationaler Workshop Wasserbau an der HAWK mit der Berner Fachhochschule (BFH) in der Schweiz.

Neben dem Studierenden- und Dozentenaustausch wurde nun erstmals ein einwöchiger Internationaler Workshop der Fakultät Bauen und Erhalten mit der Partnerhochschule durchgeführt. Gemischte Gruppen aus den Bauingenieur-Studiengängen aus Hildesheim und dem BFH-Standort Burgdorf arbeiteten sich in das Thema „Wasserkraftnutzung“ ein. Wesentlicher Bestandteil war eine Tagesexkursion in den Harz, um anhand des UNESCO-Weltkulturerbes „Oberharzer Wasserregal“ und mit dem Besuch der Okertalsperre die Entwicklung der Wasserkraftnutzung vom Wasserrad bis zur modernen Turbine nachzuvollziehen. Die Harzwasserwerke GmbH/Hildesheim unterstützte somit als Anlagenbetreiberin den Workshop in idealer Weise.

 

Eigentlich sind Semesterferien, doch insgesamt 30 Studierende der beiden Hochschule fanden sich um die Dozenten Peter Schmocker (BFH) und Heike Giesen und Axel Stödter (beide HAWK) zusammen, um an zentralen Einzelthemen zu arbeiten. Die wasserwirtschaftliche und wasserbauliche Planung, der Betrieb, die ökologische Ausgestaltung und verschiedene Ausführungen in der Schweiz und Deutschland waren die Gruppenthemen, die grundsätzlich und an einem gemeinsamen Projektbeispiel bearbeitet wurden.


Doch nicht nur die fachlichen Aspekte sind bei so einem Workshop wichtig. Um die Studenten für die spätere Arbeit in Ingenieurbüros und Bauunternehmen fit zu machen, sind weitere Fähigkeiten gefragt: Das Miteinander in einer Arbeitsgruppe, der Umgang mit Zeitnot und Präsentationsfähigkeiten werden praxisnah geübt.


Aber kann man einen solchen Workshop dann „international“ nennen, wenn die Sprache im Workshop Deutsch ist? Ja, denn auch wenn es wenig Verständigungsschwierigkeiten gab, war für die Teilnehmer auf beiden Seiten leicht zu erkennen, dass nicht nur das Regelwerk verschieden ist, sondern auch Unterschiede in Mentalität und Arbeitsweise bestehen. Das tat der Harmonie aber keinen Abbruch, um so bessere Ergebnisse gab es nach teilweise intensiven Diskussionen.


Von besonderem Vorteil war unter diesem Blickwinkel, dass die Studierenden mit der Exkursion typisch deutsche Verhältnisse vorgestellt wurden, das Projektgebiet für die Gruppenarbeit aber in der Schweiz lag. So konnten alle Studierenden etwas Neues kennenlernen und davon profitieren.


Die Verantwortlichen sind sich einig: dieser Workshop sollte seine Neuauflage finden, im nächsten Jahr in der Schweiz.

Erscheinungsdatum: 20.09.2012