English Version | Intranet | Schnellzugriff
Bauen und Erhalten

Forschung an der HAWK in den Studiengängen

Denkmalerhaltung auf getrennten und vereinten Wegen

Zur Geschichte der Denkmalpflege und der Restaurierung in Deutschland in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts

Thema:
Über zwanzig Jahre nach der friedlichen Revolution in der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands bietet sich die Möglichkeit, mit dem erforderlichen zeitlichen Abstand ein bislang zu wenig bearbeitetes Thema zu erforschen, das für die Kultur und Gesellschaft unseres Landes gleichermaßen von Bedeutung ist: die Geschichte der Denkmalpflege und der Restaurierung in der DDR und in der alten Bundesrepublik Deutschland, mit ihrem jeweiligen Geschichtsverständnis und ihrer Vergangenheitsdar-stellung, und mit ihren Auswirkungen auf unser heutiges Geschichtsbild sowie auf unser denkmal-
pflegerisches und restauratorisches Handeln im wiedervereinten Deutschland.

Ziele:

  1. Persönlichkeiten, die sich in unterschiedlicher Weise von der Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung für den Erhalt und die Restaurierung der Kulturdenkmale in Ost und West eingesetzt haben, sollen mit ihren Grundsatzüberlegungen und ihrer praktischen Tätigkeit im jeweiligen gesellschaftlichen Kontext präsentiert werden.
  2. Institutionen der Denkmalpflege und der Restaurierung in der damaligen DDR und in der Bundesrepublik Deutschland sollen mit ihren Zielsetzungen und ihrer Tätigkeit dargestellt werden.
  3. Die berufsständischen Fragen auf dem Gebiet der Denkmalpflege im geteilten Deutschland sollen genauer untersucht werden, dabei soll vor allem der Ausbildung und der beruflichen Stellung der in der Denkmalpflege tätigen Restauratoren/innen nachgegangen werden.
  4. Besonders aussagekräftige Beispiele der Denkmalerhaltung sollen untersucht und bewertet werden, darunter gemeinsame Projekte DDR-BRD in Bezug auf die Erhaltung von Naturstein und die Erhaltung von Wandmalereien.
  5. Die gesellschaftliche Akzeptanz der Denkmalpflege und der Restaurierung in beiden Teilen Deutschlands soll unter besonderer Berücksichtigung des ehrenamtlichen Engagements und bürgerlicher Initiativen dargestellt werden.
  6. Die gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen für Denkmalpflege und Restaurierung sollen in einem größeren historischen Kontext und in Hinblick auf die Effizienz der Denkmalschutzgesetze und auf die Verankerung denkmalpflegerischer und restauratorischer Aufgaben in staatlichen und kirchlichen Institutionen analysiert werden.


Ergebnisse des Forschungsprojektes wurden im Kontext der internationalen Fachtagung „Geteilt – Vereint! Denkmalpflege in Mitteleuropa zur Zeit des Eisernen Vorhangs und heute“ am
25. - 28. September 2013 in Hildesheim präsentiert.

Die Tagungspublikation erscheint bis Ende 2014 in der Schriftenreihe des Hornemann Instituts und von ICOMOS :
Ursula Schädler-Saub und Angela Weyer (Hrsg.)
Geteilt – Vereint! Denkmalpflege in Mitteleuropa zur Zeit des Eisernen Vorhangs und heute
Internationale Tagung der HAWK Hildesheim in Kooperation mit ICOMOS Deutsches Nationalkomitee und ICOMOS international, Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO) und Arbeitskreis deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger

 

Laufzeit: 2010 – bis Anfang 2014
Projektleitung:
Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub
HAWK-HHG
Kooperationspartner:
Prof. Dr. Thomas Danzl
Hochschule für Bildende Künste, Dresden
Beteiligte Einrichtungen: 
- Hornemann Institut der HAWK
- Deutsches Nationalkomitee von ICOMOS
   

 

 

Prof. Dr. Thomas Danzl im Interview mit Dr. HPC Weidner

Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub im Interview mit Sigrid Patellis

Schmuckgrafik