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Bauen und Erhalten

Geschichte und Theorie der Restaurierung/Kunstgeschichte

Geschichte und Theorie im Studiengang BA Präventive Konservierung an der HAWK in Hildesheim

Das Basiswissen für das Bachelor-Studium

Kunstgeschichte

Fachkräfte der Konservierung und Restaurierung arbeiten tagtäglich an originalen Zeugnissen der Kunst- und Kulturgeschichte. Dabei handelt es sich um Objekte unterschiedlichster Art, aus den Bereichen der Denkmalpflege, der Museen sowie der Bibliotheken und Archive. Ein solides Basiswissen in Kunstgeschichte bietet die Grundlage und das notwendige Instrumentarium, um diese Dokumente unserer  Vergangenheit historisch, kulturell und ästhetisch besser zu verstehen.

In Vorlesungen wird die abendländische Kunstgeschichte von der Spätantike bis ins 20. Jahrhundert vermittelt, mit Schwerpunkten auf der deutschen und italienischen Kunst. Entwicklungen und Tendenzen der Architektur, Bildhauerei und Malerei werden exemplarisch an verschiedenen Beispielen dargestellt. Dabei werden  nicht nur  herausragende Werke, sondern auch  bescheidenere Objekte betrachtet. Besonders berücksichtigt  wird  die Gestaltung von sakralen und profanen Innenräumen, mit ihrer wandfesten und  beweglichen Ausstattung. Buchmalerei, Zeichnung und Druckgraphik werden in die Darstellung der Epochen der Kunstgeschichte eingebunden.

Die unterschiedlichen Zeugnisse der Kunst und Kultur aus vergangener Zeit  sollen als vielschichtige Geschichtsdokumente verstanden werden, mit ihren historischen Veränderungen und Restaurierungen. An ausgewählten  Beispielen wird deshalb nicht nur das Entstehen von Kunstwerken in ihrem historischen Kontext dargestellt, sondern auch ihr weiterer Lebensweg, insbesondere ihre Restaurierungsgeschichte, und deren Auswirkungen auf Substanz und Erscheinungsbild.

Mit Vorlesungen über Ikonographie, vor allem über christliche Ikonographie, soll das notwendige Grundwissen zur Beschreibung und Deutung von Bildprogrammen vermittelt werden. Zudem soll Vertrautheit mit der Nutzung von Handbüchern und Fachliteratur entstehen, um über ein Instrumentarium für die ikonographische Interpretation von Kunstwerken zu verfügen.

Ein tieferes Verständnis für historisches Kunst- und Kulturgut kann nicht allein in Vorlesungen und Seminaren anhand von Reproduktionen vermittelt werden. Exkursionen und Museumsbesuche, thematisch an die Vorlesungen gebunden, sollen zur Begegnung und intensiven Auseinandersetzung mit dem Original führen. Dabei soll die Materialität des Kunstwerks besonders berücksichtigt werden. Am Original werden künstlerische Handschriften und  auch die künstlerischen Techniken verschiedener Epochen betrachtet, ebenso die Veränderung der verwendeten Materialien im Laufe der Zeit und die Auswirkungen von Restaurierungen auf die Ästhetik des Objektes.

Kunsthistorische Übungen sind der Beschreibung und stilistischen Einordnung von Kunstwerken gewidmet. Dabei sollen die korrekte Terminologie und ikonographische Deutung ebenso vermittelt werden wie das Erkennen wichtiger stilistischer Merkmale.

Vorlesungen, Seminare und externe Lehrveranstaltungen zur Kunstgeschichte im BA-Studiengang:

Geschichte, Theorie und Methodik der Konservierung/Restaurierung und der Denkmalpflege

Fast alle historischen Zeugnisse der Kunst und Kultur präsentieren sich heute nicht mehr im ursprünglichen Zustand, in dem sie z.B. das Atelier des Künstlers oder die Werkstatt des Handwerkers verlassen haben. Sie sind durch Veränderungen und Überformungen geprägt, die sie im Laufe der Zeit aus verschiedensten Gründen erfahren haben. Hinzu kommen historische Reparaturen und Restaurierungen, die das heutige Erscheinungsbild der Objekte oft in hohem Maße mitbestimmen.

Zukünftige Fachkräfte der Konservierung und Restaurierung müssen daher die Geschichte eines jeden Objektes kennen und verstehen und seine Rezeption und Interpretation durch vorangegangene restauratorische und denkmalpflegerische Maßnahmen sowie museale Präsentationen zu deuten wissen. Zudem müssen sie fundierte Kenntnisse der theoretischen Grundlagen der Konservierung und Restaurierung besitzen und sich kritisch mit verschiedenen aktuellen Auffassungen auseinandersetzen. Nur auf dieser Basis ist verantwortungsbewusstes Handeln im späteren Beruf möglich.

Diese Grundlagen und Richtlinien sind für die Entwicklung sachgerechter Konzepte der Erhaltung, Konservierung und Restaurierung unabdingbar, und dies ist eine Kernaufgabe wissenschaftlich ausgebildeter Fachkräfte der Konservierung und Restaurierung.

Im BA-Studiengang werden zunächst die Fachbegriffe der Konservierung und Restaurierung anhand praktischer Beispiele erläutert und diskutiert, zudem findet eine Einführung in die Geschichte und in die Grundsatzüberlegungen und Chartas der Restaurierung und der Denkmalpflege statt. Übereinstimmend mit den Zielsetzungen der präventiven Konservierung, werden Theorien und Methoden der Konservierung und Restaurierung im Bereich der Denkmalpflege, der Museen, Bibliotheken und Archive, insbesondere in Hinblick auf die ethischen Grundsätze der bestmöglichen Erhaltung der Originalsubstanz  präsentiert und analysiert.

Vorlesungen zur Geschichte der Restaurierung und der Denkmalpflege im BA-Studiengang, teils in Verbindung mit externen Lehrveranstaltungen:

Bibliographien

Ursula Schädler-Saub, Zur Restaurierungsgeschichte mittelalterlicher Wandmalerei in Europa: Eine Bibliographie Raisonné
Vorschläge zur Ergänzung der Bibliographie Raisonné bitte an ursula-saub@gmx.de.

Geschichte und Theorie der Restaurierung, Kunstgeschichte


Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Dipl.-Rest. Ursula Schädler-Saub
E-Mail schreiben

Lehrbeauftragte:
Prof. h.c. Dr. Thorsten Albrecht
Dr. Claudia Höhl
Prof. Dr. Andreas Kühne