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Bauen und Erhalten

Radio - jetzt auch zum Anschauen

Studierende der HAWK-Fakultät Bauwesen konstruieren Live-Bühne für Radio Tonkuhle

„Näher ran an die Hörer“, lautete der Wunsch, mit dem der Hildesheimer Bürgersender Radio Tonkuhle an die HAWK-Fakultät Bauwesen heran getreten ist. Eine Live-Bühne sollte es sein, mit der der Sender zukünftig anschaulich machen möchte, wie Radio funktioniert. Für die Studierenden des Seminars „Konstruktives Entwerfen“ ergab sich daraus die willkommene Herausforderung, einen Entwurf auch praktisch auszuführen. Nun wurde die Live-Bühne erstmals aufgebaut und eingeweiht – direkt in der Andreaspassage, von wo aus zukünftig verschiedene Talk-Shows direkt und live ausgestrahlt werden sollen.
„Die Idee dazu entstand, als wir von der HAWK im November den Papierbrücken-Wettbewerb in der Andreaspassage durchgeführt hatten“, erinnert sich HAWK-Dozent Thomas Kauertz, der gemeinsam mit Prof. Michael V. Sprysch, Studiendekan vom HAWK-Studiengang Architektur, das Seminar geleitet hatte. Allgemein gäbe es natürlich diverse Möglichkeiten, eine solche Bühne „von der Stange“ zu kaufen, meinte Kauertz. Doch die würden allesamt nicht in den Dienstwagen des Senders passen.
Also entwarfen die insgesamt sechs Studierenden, die alle aktuell an ihrem Bachelor-Abschluss im Studiengang Architektur arbeiten, jeweils eine Bühne. Auf diesen Entwürfen basierend entschieden sie sich für den von Torben Schmalenberg – eine leichte Konstruktion aus Holz und Metall mit einem blauen Segeltuch als Hintergrund. Kommilitone Thorge Brzoska kennt keinen Neid: „Ich hatte mir eine Konstruktion aus Aluminium vorgestellt – aber die wäre am Ende viel zu teuer geworden. Aber mir hat der Entwurf von Torben so gut gefallen, dass ich gerne an seinem weiter gearbeitet hatte.“
„1000 Euro der Kosten hatte Katrin Lüder von der Verwaltung der Andreaspassage zum Bau beigesteuert, weil sie sich freut, dass dadurch die Andreaspassage neu belebt wird. Weitere 300 Euro steuerte der Onkel von Torben Schmalenberg, der Architekt Bernd Schmalenberg von Büro Planerzirkel, hinzu. Das Segel als Hintergrund spendete die Segelmacherei Lishke aus Giesen“, bedankt sich Dr. Thomas Muntschick, Beauftragter für die zugangsoffenen Sendeplätze bei Radio Tonkuhle.
„Die einzelnen Podeste sind mit ihren 50 mal 50 Zentimetern genau passend für den Dienstwagen“, freut sich Henner Molthan, Techniker bei Radio Tonkuhle. Eine Stunde Zeit braucht es gerade mal, um die kleine Bühne aufzubauen. Den ersten Belastungstest hat sie dann auch gleich bestanden. Der Capt´n Dirk Fröhlich, bekannt als echte Rampensau, lässt die Sektkorken knallen und bringt ein Ständchen zur Einweihung.
Am Mittwoch, 3. September, wird es dann ernst: Nämlich wenn Walter Maciejewski, Senior im Team der zugangsoffenen Sendeplatz-Nutzer bei Radio Tonkuhle, das erste Mal mit „Macie um drei“ live auf Sendung geht. Geplant ist, im vierwöchigem Rhythmus Themen der Zeit und der Stadt zu senden. Mit Gästen und Live-Musik soll den Passanten in der Andreaspassage dann also Radio zum Anfassen geboten werden.

Erscheinungsdatum: 31.07.2012