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Erhaltung von Kulturgut

EU fördert Seminare zur Erhaltung ethnographischen Kulturguts

Das Ziel des EU-Projektes EthCon  (Ethics and Ethnographic Objects Conservation) ist die Organisation einer Reihe von multinationalen, interdisziplinären Seminaren.

RPM Hildesheim

Sie sollen in Form von zweiwöchigen Kursen, ähnlich einer Summer School, in den Jahren 2007 bis 2009 in den drei beteiligten Ländern, den Niederlanden, Finnland und Deutschland, abgehalten werden.

Teilnehmer der Seminare sind Studierende und Lehrende der Studienrichtungen Restaurierung und Konservierung von Kunst und Kulturgut sowie der Ethnologie und der Naturwissenschaften. Gemeinsam sollen sie eine interdisziplinäre Methode für die Konservierung ethnographischer Objekte erarbeiten, wobei die ethischen Aspekte besondere Berücksichtigung finden. Gleichzeitig werden die Studierenden viel über die Gefährdungen und die präventive Konservierung dieser Sammlungen lernen. Die beteiligten Hochschulen wollen gemeinsam bessere Wege für die Lehre der Konservierung ethnographischer Objekte erarbeiten und Ressourcen gemeinsam nutzen. Das erste Seminar findet im Oktober diesen Jahres in Museen in Amsterdam und Leiden statt.

Der Fachbereich Konservierung und Restaurierung ist mit Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-Legl, Prof. Michael von der Goltz, Dipl.-Rest. Cord Brune und mit Studierenden beteiligt. Das Hornemann Institut richtet den Seminarteilnehmern eine Kommunikationsplattform im Internet ein und will am Projektende einen E-learning Kurs realisieren. Das Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum wird sich mit seiner spannenden Ozeaniensammlung und der zuständigen Kuratorin Ines de Castro an der Durchführung des deutschen Seminars beteiligen.

"Das Projekt passt hervorragend in unsere Zukunftspläne, denn wir planen die Einrichtung eines Lehrstuhls für die Erhaltung ethnologischer Kunst- und Kulturgüter", freut sich der Dekan des Fachbereichs, Prof. Dr. Michael von der Goltz. "Gerade der ethische Ansatz ist uns sehr wichtig, denn die Objekte wurden ja in der Regel gar nicht als Kunstwerke geschaffen, sondern dienten zum Teil kultischen Zwecken", ergänzt die Studiendekanin Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-Legl, die mit ihren Studierenden der Studienrichtung Möbel und Holzobjekte bereits während einiger Projektwochen im Depot des Roemer- und Pelizaeus-Museum gearbeitet hat.

Weitere Projektpartner sind die Ausbildungsstätten

  • Instituut Collectie Nederland
  • EVTEK Institute of Art and Design, Vantaa (Finnland)

 

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