Neue Konzepte für dynamische Räume
Master-Studierende der HAWK-Fakultät Gestaltung entwickeln neue Einsatzmöglichkeiten für OLED-Technik
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Es gibt Zeiten, in denen die Technik schneller fortschreitet als die Phantasie ihrer Nutzer.
Der Umbruch, den die rasante Entwicklung der Halbleiter-Leuchtmittel, getrieben von der Displaytechnik, in der Licht und Beleuchtungs-Technik verursacht, scheint zur Zeit mehr Lösungen zu bieten als Aufgaben formuliert werden können.
14 Master-Studierende der Fakultät Gestaltung an der HAWK Hildesheim machten sich im Wintersemester 2010/2011 auf die Suche nach Anwendungen, die durch die außergewöhnlichen Optionen der organischen Licht emittierenden Diode – kurz OLED – erst möglich werden:
- Extrem dünner flächiger Aufbau
- Leichte Dimmbarkeit
- Spiegelnde und matte Oberflächen
- Transparenz im nicht-aktiven Zustand
- Niedrige Betriebtemperatur
- Farbiges Licht
- Energie-effizient
- Langlebig
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Gerade der Umstand, dass OLEDs zu allererst Halbleiter sind, eröffnet die Möglichkeit, sie leicht und mit großer Selbstverständlichkeit mit elektronischer Intelligenz zu verknüpfen und so die Zeitachse zu bespielen.
Ihr Hauptmerkmal extrem flach zu sein, prädestiniert sie überdies als raumbildendes Element. Aus beiden Qualitäten leitete sich der Titel des Kurses – Dynamische Räume – ab, ohne dass hiermit eine Festlegung der OLED-Anwendung beabsichtigt war.
Tatsächlich sprengte die Phantasie der Master-Studierenden auch rasch den angebotenen Rahmen und vielfältige, in ihrer Unterschiedlichkeit überraschende
Anwendungsfelder taten sich auf. Neben der Beleuchtung rückten als Designmerkmale Information, Materialität und Raumbildung in den Fokus.
Lösungen, die rasch klar machten, dass die OLED mit ihren Schlüssel-Eigenschaften den Rahmen eines reinen Leuchtmittels sprengt und auch Anwendungsfelder jenseits der Beleuchtungsindustrie schafft.
Der Master-Studiengang Gestaltung zielt in seiner Ausrichtung ab auf die Verknüpfung unterschiedlicher Professionen im gesamten Gestaltungs-Spektrum zwischen Raum Licht, Farbe, Produkt, Grafik, Marketing und Interaktion.
Im vorliegenden Fall der OLED-Anwendungsanalyse stellten Studenten unterschiedlichster Schwerpunktfächer ihre Kreativität und ihr Design-Handwerk unter Beweis – mit herausragenden Erfolgen.
Initiiert, unterstützt und begleitet wurde das Projekt von der Firma Vossloh-Schwabe Optoelectronic GmbH & Co. KG, Kamp-Lintfort.
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