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Gestaltung

Let’s make predictions real

Interaction Designer entwickeln Prototypen über die Tech Trends 2015 von frog design

Eigentlich war der Vorschlag ja etwas kühn, die Technologie-Trends der internationalen Design und Service Agentur frog schon heute zur Wirklichkeit werden zu lassen. Aber der Executive Technology Director Nelan Schwartz fand die Idee klasse und bot an, daraus ein gemeinsames Projekt zu machen. Das war der Start zu einer Aufgabe, die uns noch weit über die übliche Semesterlänge hinaus beschäftigen sollte.

In den Tech Trends beschreibt frog, welche Technologien und welche gesellschaftlichen Entwicklungen wir in den kommenden Jahren erwarten können. Unser Ziel war es, die Voraussagen schon jetzt durch Prototypen Wirklichkeit werden zu lassen oder aber die Welt, die auf uns zukommt, bereits heute zu beschreiben und zu entwerfen.

Das Kick-Off Treffen in Hildesheim gab das Tempo vor. Nelan, Kevin, Dennis und Philipp stellten uns die professionelle Arbeitsweise der Agentur vor und damit wichtige Ratschläge, wie ein solches Vorhaben gelingen kann. Und natürlich gab es noch einen gründlichen Einblick in die Trends und wie frog diese recherchiert hatte.
 


Wir machten uns in vier Teams an die Arbeit um vier der 15 Trends zu erarbeiten. Die folgenden Wochen und Monate sollten anstrengend aber spannend werden.
 


Doch frog gaben uns nicht nur ein Briefing, sondern begleiteten uns über das ganze Semester. Einmal im Monat trafen wir uns per Videokonferenz, um den Stand der Dinge zu präsentieren. Das Feedback war sehr konstruktiv und hob die Ideen und Konzepte jedesmal auf einen weiteren Level.

Das Arbeiten im Team war Herausforderung und Förderung zu gleich. Terminabsprachen, Aufgabenverteilung und konstruktives Ergänzen forderten Zeit, und manchmal Nerven, aber es war auch ein praxisnahes Arbeiten, dass am Ende sehr schöne Ergebnisse hervorbrachte.

Diese präsentierten wir dann in München vor Ort und neben den vier Coaches lauschten auch viele Kreative der Agentur, um ebenfalls ein Votum zu den Ideen abzugeben. Und ein kleiner Preis für die beste Arbeit gab es auch, Trans4mD machte das Rennen, aber gewonnen hatten eigentlich alle Teams.

Zumal es ja noch nicht zu Ende ist. Die Presse berichtet weiterhin, es gab auch schon den ein oder anderen Preis, vor allem aber setzte das Projekt viele neue Ideen frei, mit denen wir uns noch lange beschäftigen werden. Praxisnah und experimentell, forschend und offen für die Dinge, die um uns herum passieren.

Danke frog, danke Nelan, Philipp, Dennis, Kevin, Brendan, Todd und Christina, das war uns ein Vergnügen!

Betreuung: Prof. Stefan Wölwer



Die Ideen und Prototypen:

START UP! – die Orientierungs-App für Flüchtlinge
Camila Campos Contreras, Lydia Lütgering, Sarah Langlotz

Start Up! ist ein App-Konzept, das Flüchtlingen hilft und Behörden entlastet. Es stellt grundlegende Informationen in der jeweiligen Landessprache für die Flüchtlinge bereit. Das Herzstück der App ist eine interaktive Karte, die den Nutzer mit seinem Umfeld vertraut machen soll. Dargestellt werden für ihn wichtige Anlaufstellen wie beispiels-weise Behörden, Ärzte und Versorgungseinrichtungen, sowie Fahrpläne und Streckennetze der öffentlichen Verkehrsmittel. 
 


Aufgrund des Registrierungsprozesses ist es möglich, dass die App für jeden Nutzer eine individuelle To-Do Liste mit den nächsten Schritten generiert: So erhält der Nutzer beispielsweise Hinweise, Passfotos für die Aufenthaltsgenehmigung zu erstellen oder das dafür nötige Geld bei der Bürgerkasse abzuholen. Die jeweiligen Ziele werden dann auf der interaktiven Karte angezeigt und markiert.

Auszeichnungen:

  • drei|v Gründerwettbewerb Braunschweig 2015
  • LIONEL Designpreis Braunschweig, Kategorie „Interactive“
  • iF Public Value Student Award 2016

Presse:

  • PAGE, November 2015


​Trans4mD – 4D Printing Self Assembly
Norman Schlüter, Hoyeun Hwang, Roman Zitzer

Bei diesem Projekt geht es darum, wie sich Produkte aus dem 3D-Drucker durch Interaktion zwischen Material und Nutzer über einen Zeitraum hinweg planen und verändern können.
 


Das Team recherchierte zunächst gründlich, welche Materialen mit einer Memory-Funktion auf dem Markt sind und sich beispielsweise eine einmal gegebene Form merken, um diese nach Veränderungen in einem Produktionsprozess wieder anzunehmen. Fündig wurden sie bei den Polylactiden, die auch Polymilchsäuren, kurz PLA (vom englischen Wort polylactic acid), genannt werden. Im Anschluss skizzierten die Studenten zahlreiche Ideen, von denen viele wieder verworfen wurden, um im Anschluss durch gezieltes Prototyping einen besonderen Fokus zu finden. Dieser lag im Entwurf von alltäglichen Produkten, die sich ihrer Umgebung und dem jeweiligen Handlungskontext anpassen. So könnten Tassen und Teller zukünftig ausgedruckt werden, um im Anschluss durch Energieeinwirkung zu einer Scheibe gepresst zu werden. Derart reduziert ließen sich die Produkte gut und platzsparend transportieren, um dann vom Anwender wieder ›aufgebacken‹ zu werden. Sie lassen sich im Herd oder in der Spülmaschine erwärmen. Erste Versuche machten zwar Hoffnung, klar wurde aber auch, dass noch viele weitere folgen müssten. Einige Wochen und Erfahrungen später stand jedoch eine kleine Produktlinie.

Presse:

  • design-report, 2/2016


Learn-Buddy
Rudolf Haak, Kevin Kelsch, Christian Nordmann, Tobias Witt, Sebastian Zoebel

Das Projekt Learn-Buddy beschäftigt sich mit einer neuen Form der Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Menschen lernen das ganze Leben lang und so wäre es doch sinnvoll, einen Learn-Buddy zu haben, der einen auf dem Weg begleitet.
 




Micro-farming
Omid Ghassemi, Frederike Jungkurth, Lorenz Koseck, Philip Lüer, Otto Stichling

Gerade Kinder wissen heute oft nicht mehr, wo unsere Nahrungsmittel herkommen. Das Konzept Micro-farming will dem entgegen wirken und die Konsumenten über die Prozesse der Nahrungsmittelindustrie aufklären. Dazu gestalteten einen spielerischen Charakter, der die Kommunikation dazu übernimmt.



Weiterführende Links:

frog design