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Gestaltung

Stadtplatz 2.0

Jenny Großmann und Adrian Reinboth – Ein neuartiges Nutzungskonzept für den öffentlichen Freiraum

Viele Plätze weisen ein beschränktes Repertoire an Nutzungsarten auf, die den vielfältigen Ansprüchen des Städters auf Dauer nicht genügen können. Eine sich immer mehr in Teilgemeinschaften untergliedernde Ge­sellschaft braucht einen Platz, der sich so stark wie möglich den Bedürfnissen des Einzelnen anpassen, gleich­zeitig jedoch Zusammengehörigkeit initiieren kann.

Der Entwurf für einen neuen Platz am Klagesmarkt in Hannover sieht vor, viele verschiedene Funktionen zu vereinen und dabei flexibel auf Nutzerbedürfnisse zu reagieren. Der Platz wird dazu in eine Sport- und Spielfläche, eine Multifunktionsfläche und einen Ruhebereich gegliedert. Wichtigstes Gestaltungsmittel sind auf- und abfahrbare Multifunktionselemente, welche überall auf dem Platz verteilt sind. Sie bieten den Nut­zern die Möglichkeit individuelle Sitzreihen, Stufen, Terrassen und Bühnen zu bilden und ihre Umwelt so aktiv zu gestalten. Es entsteht mit fortschreitender Zeit ein Wechselspiel aus sich stets verändernder Topographie. Der Stadtplatzbesucher betritt täglich einen neuen Freiraum, dessen exaktes Erscheinungsbild sich nicht vor­aussagen lässt.
 




Weitere Gestaltungselemente sind ein- und ausklappbare Trichterschirme, die als Regen- und Sonnenschutz dienen. Außerdem fungieren sie als Platzbeleuchtung. Umrahmt wird der Platz durch Gräserin­seln, die durch Bodenstrahler illuminiert werden. So entstehen in den Abend- und Nachtstunden durch das im Wind wehende Gras eindrucksvolle Lichteffekte.

Prüfer:

Stadtplatz 2.0