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Gestaltung

Das Farbprofil einer Stadt - Exemplarisch anhand des Beispiels Stuttgart

Sabrina Federschmid

Jede Stadt hat ihren eigenen und unverwechselbaren Charakter - ein ganz bestimmtes Erscheinungsbild. Geprägt von der Umgebung, der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Geschichte, ihrer historischen und modernen Bauten, sowie den Menschen, die in der Stadt leben. „Städte sind grosse soziale Gefüge und dauernd in Bewegung. Hier beschleunigen sich Veränderungen - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verwachsen ineinander. Doch gehört auch immer eine tendenziell beharrende Seite zum grundlegenden Wesen städtischen Seins.

Ähnliches gilt für die Farben einer Stadt: Sie folgen ebenso Prinzipien von Beharrung und Dynamik. Tradierte Farbkonventionen, deren Bindung an Boden und Landschaft unverkennbar sind, werden begleitet von wechselnden Moden und Geschmäckern, die Teil unserer Kulturgeschichte sind. Es gibt sie also nicht, die Geschichte der Farbe in der Stadt, sondern es gibt Geschichten von Farbe in der Stadt. Sie kreisen um regionale Verfügbarkeit, vorhandene Baumaterialien, um technische Innovationen, um Tradition und Traditionsbruch. Der städtische Raum wird immer auch ein Farbenraum unterschiedlichster Ausprägung sein, denn jedes Material bringt schon seine Eigenfarbe mit. Diesen ergänzend haben die unterschiedlichen Epochen eigenständige Farbidentitäten ausgebildet.“

Sabrina Federschmid