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HAWK-Angebote für Flüchtlinge

Studierende helfen bei der Arbeitssuche

Chance auf gelungene Integration für Flüchtlinge / Aufklärungsbroschüre „Herzlich Willkommen“ für Kinder und Jugendliche

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem Niedersächsischen Flüchtlingsrat begleiten Studierende der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit Flüchtlingsfamilien und Einzelpersonen bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Das Projekt läuft sehr erfolgreich seit zwei Jahren unter der Leitung von Dozentin Hannah von Grönheim.

Die Studierenden betreuen Menschen, die einen prekären Aufenthaltsstatus haben und bereits vom Flüchtlingsrat Niedersachsen in das vom Europäischen Sozialfonds unterstützte Bundesprojekt „Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge (AZF) II“ aufgenommen worden sind. Dabei handelte es sich in der ersten Phase um Roma-Flüchtlinge, die aus dem ehemaligen Jugoslawien geflohen sind und in Deutschland Asyl suchen. In der zweiten Phase wurden alle Flüchtlinge aus dem AZF II Programm betreut, die an dem Kooperationsprojekt teilnehmen wollten. Es handelte sich um insgesamt  18 Familien oder Einzelpersonen. Sie alle hatten gemein, dass sie einen unsicheren Aufenthaltsstatus haben. In der Regel eine Duldung oder eine Aufenthaltsgestattung. 

Da diese Flüchtlinge nach den Erfahrungen des Flüchtlingsrates kaum Aussicht haben, als Asylsuchende anerkannt zu werden, kann für sie der Nachweis der gelungenen Integration eine Chance sein, einen Aufenthaltstitel zu bekommen. Dabei ist Arbeit oder ein Ausbildungsplatz ein wichtiger Pluspunkt. Der jeweilige Wohnort der betreuten Personen liegt in der Nähe von Hildesheim und Hannover, sodass die Klientinnen und Klienten gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind.

Zu den Aufgabenbereichen gehören Bedarfs-und Ressourcenanalysen in Hinblick auf eine Aufenthaltsstatusverfestigung. Hierbei helfen die Studierenden bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, bei Vorbereitungen auf Bewerbungsgespräche und unterstützten konkret bei der Suche nach Ausbildungsplätzen.

Im Rahmen einer Seminareinheit an der HAWK bekommen die Studierenden eine Einführung in den rechtlichen Rahmen, insbesondere in das Aufenthaltsgesetz und die Bedingungen für Arbeitserlaubnisse bzw. -verbote unter Berücksichtigung der verschiedenen Aufenthaltstitel. Die Themen orientieren sich an den Lebenslagen der Klientinnen und Klienten sowie den aus der Praxis entstehenden Fragestellungen.

Durch eine weitere Seminareinheit werden die Studierenden durch Übungen zur (Asyl-)beratung und intensive Reflexionseinheiten in ihrer praktischen Arbeit unterstützt und kontinuierlich begleitet.

Diese erste Phase umfasste neben der Unterstützung der Flüchtlinge außerdem die Begleitung des Jugendaustausches eines Roma-Vereins nach Serbien. In einer zweiten Phase erarbeiteten die Studierenden eine Aufklärungsbroschüre für Schulen, die in der ersten Juni-Hälfte 2015 erschienen ist. Die dritte Runde beginnt im Oktober 2015, in diesem Rahmen ist eine Tagung zum Thema „Soziale Arbeit mit Flüchtlingen“ für 2016 angedacht.

Neben ihren Studienprojekten arbeitet Hannah von Grönheim an eigenen Forschungsprojekten: Ihre Dissertation mit dem Titel: „‘Solidariät bei geschlossenen Türen‘ - Subjektivierungen im europäischen Flüchtlingsdiskurs im Kontext politischer Debatten um Asyl und Migration“ an der Universität zu Köln plant sie in diesem Jahr abzuschließen.

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Erscheinungsdatum: 17.06.2015