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Management,
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American Real Estate Society Konferenz

Christopher Jäger M.A. Verw.-Prof stellt Zwischenstand seines Promotionsvorhabens vor

Der Weg zum Ziel

Bereits im Jahr 2013 ist der Doktorand der Fakultät [m], Christopher Jäger M.A.Verw.-Prof., international auf der European Real Estate Society Konferenz (ERES), das europäische Pendant zur American Real Estate Society (ARES), in Wien präsent gewesen. Zum damaligen Zeitpunkt allerdings zunächst nur zum "Schnuppern" internationaler Forschungsluft, nicht jedoch als aktiver Teilnehmer.

Auf der anschließend stattfindenden Jahreshauptversammlung der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif), der deutsche Subverband der ERES, hat Jäger die Chance genutzt, zunächst der nationalen Forschungsgemeinde im Rahmen des Doktorandenkolloquiums Rede und Antwort über sein Promotionsvorhaben zu stehen.

In der ersten Aprilwoche 2014 und rund einem Jahr weiterer Forschungsarbeit zu dem Arbeitsthema "Simulationsmodell zur Prognose von Immobilienrenditen – Ein investmentorientierter Ansatz auf Markt-, Portfolio- und Objektebene zur Verwendung in quantitativen Portfolioanalysemethoden" sollte der erste Vortrag in dem "Mutterland" der immobilienwirtschaftlichen Forschung folgen, nicht zuletzt durch die Motivationsarbeit durch Prof. Dr. Bernhard Funk. Das Reiseziel hieß San Diego (USA), die Veranstaltung American Real Estate Society 30th Annual Meeting.

Inter- und Transdisziplinarität als Konferenzmotto

Bereits im Vorfeld machte nicht nur der Austragungsort der Konferenz sondern auch und insbesondere das Konferenzprogramm Appetit auf die Veranstaltung. Dabei lag der Fokus auf der Optimierung der Lehre an den internationalen Forschungseinrichtungen und der Entwicklung von Forschungsstrategien zur Schließung der Lücke zwischen der akademischen Welt und der immobilienwirtschaftlichen Praxis. Damit wird auch international die Transdisziplinarität als überaus wichtig herausgestellt. Dies wurde unmittelbar auf dem "Critical Issues Workshop" zum Thema "Education and Research" deutlich und wurde zudem dadurch untermauert, dass der (Aus-/Weiter-) Bildung im Rahmen des Konferenzprogramms eine eigene Reihe gewidmet wurde.

Neben Bildung zeigte ein hoher Grad an unterschiedlichen Themen erneut auch die interdisziplinäre Ausgestaltung der immobilienwirtschaftlichen Forschung und Praxis. Dabei durften natürlich Sessions zu Reals Estate Investment and Portfoliomanagement, Real Estate Finance and Capital Markets, REITs, Real Estate Cycles, Appraisal and Valuation, Brokerage, Housing Markets, Government Policy and Regulation und Green Buildings nicht fehlen. Es zeigte sich insbesondere im Bereich Green Building, dass die deutsche Kompetenz mitunter weit der internationalen Konkurrenz überlegen ist, es aber umso verwunderlich ist, dass hierzu nur ein einziger Vortrag aus Deutschland präsent war. Eine internationale Profilierung ist in diesem Bereich also dringend nachzubessern, getreu dem Motto: Tue Gutes und rede darüber.

Am letzten Tag einer spannenden und informativen Konferenz setzten die Doktoranden den Schlusspunkt. Es war erfreulich zu sehen, dass insbesondere von den renommierten Forschern eine Vielzahl zu diesem Konferenzprogrammpunkt noch vor Ort geblieben ist und nützliche Tipps für die Promovenden parat hatte. Hierdurch wurde nochmals die während der gesamten Konferenz präsente Aufgeschlossenheit und Kontaktfreude der Konferenzteilnehmer deutlich. Hervorzuheben ist im Übrigen, dass neben den 21 amerikanischen und acht britischen Doktoranden die drittstärkste Gruppe mit fünf Doktoranden aus Deutschland angereist war. Die restlichen der insgesamt 47 Doktoranden entstammten aus Singapur (vier), Polen und Österreich (jeweils zwei) sowie Schweden, Nigeria, Neuseeland, Niederlande und Kanada (jeweils einer). Internationalität zeigte sich also auch am bunten Teilnehmerkreis.

Fazit für die immobilienwirtschaftlichen Studiengänge der HAWK

Trotz des hohen Renommees der Forscher und Praktiker wurde allerdings auch wieder deutlich, dass die HAWK mit dem Bachelorstudiengang Immobilienwirtschaft und -management sowie dem Masterstudiengang Immobilienmanagement viele der zum Teil kritisierten "Forschungen im Elfenbeinturm" genau nicht verfolgt, sondern sich stattdessen explizit in der Nahtstelle zwischen Theorie und Praxis sieht. Bleibt die Immobilie im Fokus der Betrachtung, ist die HAWK mit ihrem Konzept sowohl in der praxisorientierten Theorievermittlung als auch der anwendungsbezogenen Forschungsarbeit auf dem eindeutig richtigen Weg.


Homepage ARES (American Real Estate Society)
Konferenzprogramm
Christopher Jäger, M.A., Verw. Prof.

Erscheinungsdatum: 27.05.2014 

HAWK Hochschule

HAWK Holzminden Quelle: www.aresnet.org