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Erhaltung
von Kulturgut

Studieren in Hildesheim

Studieren in Hildesheim: eine Stadt mit kurzen Wegen

Hildesheim ist berühmt für das enorm breite Spektrum an Kulturangeboten. Alles ist so nah, gut erreichbar und vergleichsweise kostengünstig, dass die rund 10.000 Studierenden in der etwa 100.000 Einwohner zählenden Stadt viel davon nutzen können:

Dom und das Bistum Hildesheim  gehören seit 1985 zum UNESCO-Welterbe. Deren Ausstattung und die Architektur von St. Michael fehlen in keinem kunsthistorischen Überblickswerk. Sowohl das Dom-Museum wie auch die Dombibliothek Hildesheim bieten unseren Studierenden Studien- und teilweise auch Forschungsmöglichkeiten anhand hochkarätiger Originale. Wo können sich Studierende der Studienrichtung Buch/Papier sonst schon einmal mit der Bindung einer mittelalterlichen Handschrift auseinandersetzen und das auch publizieren?

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum lockt mit seinen bedeutenden Ägypten- und Alt-Peru-Sammlungen sowie durch viel beachtete Sonderstellungen, wie z.B. zur Kultur der Maya. Teile seiner noch gar nicht richtig bekannten Ozeanien-Sammlung werden mit Unterstützung von Studierenden der Holz-Studienrichtungen nach 150 Jahren zum ersten Mal untersucht.

Auch wer sich für das Theater interessiert, wird zum Zuge kommen, denn hier gibt es einen einmaligen Verbund aus „Theater für Niedersachsen“ und freien Theatergruppen, die sich aus dem Studiengang Kulturwissenschaften der Universität immer wieder neu entwickeln. Auf diese Weise kommt man in Hildesheim nicht nur in den Genuss von Oper, Operette und Musical, Schauspiel und Konzert, sondern auch von sehr einmaligen Projekten, wie z.B. „Raumsauger“, das die Schaufenster leer stehender Ladenlokale als Ausstellungsfläche nutzte.

Ebenso florierend ist die Literatur- und Musikszene, die Chöre und Kantoreien, klassische Orchester und Blues, aber auch Jazz, Rock, Pop und Elektro umfasst. Einer der wichtigsten „alternativen“ Veranstaltungsorte ist die Kulturfabrik.

Die Kreativität der Studierenden in der Stadt zeigt sich selbst in Wohnprojekten: Vor wenigen Jahren entstand als HAWK-Gemeinschaftsprojekt der Fakultät Bauwesen und der Fakultät Gestaltung die sog. Bunsenfactory – ein Stundentenwohnheim mit viel Freiraum zum kreativen Gestalten.

Wen es in den Landkreis oder andere Niedersächsische Städte, wie z.B. Hannover oder Göttingen, zieht, reist mit seinem Semesterticket der Bahn kostenfrei dorthin. Dank des ICE fährt man von Hildesheim nach Berlin oder Hamburg in weniger als zwei Stunden.


Rathaus Hildesheim

Der historische Marktplatz wurde von Wilhelm von Humboldt (1767-1835) einst als „der schönste Marktplatz der Welt“ bezeichnet

 


St Michaelis

St. Michael, Teil des UNESCO-Welterbes

 


Handschrift

Hildesheim Dombibliothek Hs 688, Reichenauer Schule, Anfang 11. Jh.