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Einblicke in Etappen des Projekts LernkulTour an der HAWK

Verspielt, verrückt, vielfältig - Zum dritten Mal erzählen „Ex“ der Fakultät [g] von ihrem Design – Berufsalltag

Und alle hatten ihr persönliches Motto mitgebracht: „Verspielt, verrückt, vielfältig“ – so etwa das von Donata Eisenack, die 2015 ihr ...

... Designstudium an der HAWK abgeschlossen hatte und direkt aus der Präsentation ihrer Masterthesis heraus angestellt wurde. Von Cluster, der Sozialagentur in Hildesheim. „Ich habe erst lange nicht  verstanden, was die eigentlich machen“, so die Referentin Eisenack. Und so gerät ihr Vortrag zu einer spannenden Darstellung von fast schon kulturellen Unterschieden zwischen den Arbeitsweisen verschiedener Disziplinen. Die Sozialagentur, überwiegend von Sozialpädagog/innen besetzt, fordert Eisenack ein buntes Spektrum an Tätigkeiten wie etwa Veranstaltungsmangagement ab – und hat kein Problem damit, von ihr wohlgestaltete Medien um diverse bunte Partner – Logos ergänzen zu lassen. „Eine spannende, bunte Tätigkeit, extrem nette, zugewandte Kolleg/innen“, so Eisenacks Resumee am Ende eines sehr kurzweiligen Vortrags.

Nicht minder interessant: Freie Grafik – Designer/innen, angestellte Designer/innen etwa bei Kolle-Rebbe Hamburg oder Lichtdesigner/innen vom Anhaltischen Theater Dessau oder der Selux AG Berlin. Sie alle haben eins gemeinsam: Sie haben an der HAWK studiert und kehren am 21. Und 28.6. zurück an ihre alte Lernstätte, um heutigen Studierenden über ihren Einstieg und ihre aktuelle Berufstätigkeit zu berichten. Schon zum dritten Mal findet dieses „Treffen mit dem/der Ex“ an der Fakultät [g] statt. „Die Fakultät Design ist damit Vorreiterin, und langsam ziehen andere Fakultäten mit dem bei Studierenden beliebten Format nach“, sagt Dr. Dagmar Reinhold von LernkulTour, von der Idee und Anschub stammen.

Was wurde insbesondere diesmal deutlich? Kontakte, Kontakte, Kontakte – nahezu allen Referent/innen gelang der Einstieg aufgrund von Menschen, die sie bereits kannten. Wichtig ist gleich als nächstes: Sehr gute, visuell und konzeptionell überzeugende Arbeiten. Drittens: Ein eigener, entwickelter, unverwechselbarer Stil. Die Freie Grafik – Designerin Angela Nora Broer berichtet als Ex davon: „Meine Gestaltung hat vielleicht nicht alle Lehrkräfte hier überzeugt. Zu naiv, zu Kinderbuch – like. Aber das war eben mein Stil“. Broer, selbst Ostfriesin, steht dafür, dass genau dies klappen kann: Sie ist unter anderem erfolgreich mit ihrem eigenen, selbst illustrierten Buch „Gerüchte über gelbe Gummistiefel – Warum der Ostfriese ist, wie er ist“. Verschwiegen wird jedoch auch nicht: Als angestellte Designer/innen wird hart gearbeitet und nicht sofort rosig verdient, als Freiberufler/innen kommen Einstieg und Erfolg nicht von selbst. Wie es gelang und wie es gehen kann, wurde allerdings im Wortsinne: Anschaulich. Na dann, bis zum nächsten Jahr, liebe Ex!

HAWK LernkulTour