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Einblicke in Etappen des Projekts LernkulTour an der HAWK

17.10.2017: Das muss man schon mögen

Ehemalige ELP – Studierende der HAWK berichten von ihrem Werdegang in Wissenschaft und Forschung

Eine neue Runde „Treffen mit dem/der Ex“ im Studiengang Ergo-, Logo- und Physiotherapie: Die Studierenden selbst hatten sich Referent/innen gewünscht, die ihren Weg in die Wissenschaft und Forschung gefunden haben. Die ungefähr 25 Teilnehmenden, vorwiegend aus dem Masterstudiengang, hatten entsprechend spezielle Fragen an die drei Referentinnen aus MHH, Charité und Carl von Ossietzky Universität.

„Sie können sich dafür breiter bewerben, als Sie meinen“, gab Maria Rutz, Doktorandin an der medizinischen Hochschule, den Studierenden mit. „Auch auf Stellen, in denen jemand aus den Gesundheitswissenschaften gesucht wird“. Frau Rutz, die an der HAWK vor einigen Jahren ihren Master in Logopädie machte, wird demnächst ein neues Forschungsthema angehen: Robotik in der Pflege.

Kathrin Reichel, die die HAWK als eine der ersten Stunde mit dem Master in Ergotherapie verließ, zeigte allein durch ihren Lebenslauf: Es ist möglich, immer mal wieder Neues zu tun, Herausforderungen nachzugehen und sich nicht zwingend auf eine Linie, ein „Profil“, zu konzentrieren. Unter anderem entwickelte und erprobte sie interprofessionelle Lerneinheiten in gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen. Mittlerweile auch mit genderorientiertem Schwerpunkt, kann sie mit einer ganzen Bandbreite an Arbeits- und Forschungsthemen aufwarten.

So wurde der Abend auch ein Stück Arbeit an der Selbstverständlichkeit der wissenschaftlichen Seite des ELP – Studiums: „Es gibt keinen Grund, warum ELP – Absolvent/innen nicht oder unter härteren Bedingungen promovieren sollten“, so Lena Dasenbrock. Die Physiotherapeutin hat, mehr oder weniger aus dem Nichts, an der Universität Oldenburg einen Forschungsschwerpunkt Geriatrie aufgebaut, der zum Beispiel Wohnungen älterer Menschen mit Sensoren ausstattet und dann das Bewegungsbild der Proband/innen auszuwerten.

Alle drei Referentinnen ermutigten die Studierenden, diesen Weg zu gehen und, wo eben noch nötig, entsprechende Überzeugungsarbeit zu leisten. Dass es geht, zeigten sie selbst spannend und eindringlich mittels ihrer eigenen Biografien. Eine Einschränkung gäbe es allerdings – in der Person selbst: „Wer schon in Hausarbeiten, beim Lesen oder bei Masterarbeiten keinerlei Lust verspürte und sich eher als Praktiker/in begreift – für den ist dieser Weg möglicherweise auch nichts“, stellte Maria Rutz am Ende in den Raum. Auch eine Schattenseite der wissenschaftlichen Berufe kommt zur Sprache: In weiten Teilen normal seien sehr kurze Arbeitsverträge und die ständige Notwendigkeit, über das Schreiben von Anträgen die eigene Arbeit am Leben zu erhalten.

HAWK LernkulTour