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Grafikdesign-Professor Gunter Heike verstorben

<P>Nachruf</P>

Der Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen trauert um seinen geschätzten Kollegen, Prof. Gunter Heike, der im Alter von 62 Jahren am 13. November 2001 nach langem Kampf gegen eine tückisch voranschreitende Krankheit gestorben ist.

Gunter Heike war eine in der Fachwelt anerkannte Größe. Als Freier Gestalter und Werkbundmitglied gab er zahlreichen Unternehmungen und öffentlichen Institutionen ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Von 1982 an hat er am Fachbereich Gestaltung Generationen von Grafikdesign-Studierenden in Entwurfslehre und Projektentwicklung ausgebildet und als Prüfer unzählige Diplomarbeiten betreut und abgenommen.

Im Laufe seiner FH-Tätigkeit hatte er zeitweilig alle wichtigen Ämter vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bis zum Dekan inne. Gunter Heike hat immer die Herausforderung gesucht. Als sich 1988 die Möglichkeit bot, ein Jahr lang am Art and Design Department der University of Wisconsin zu lehren, im Austausch mit einem dortigen Kollegen, griff er beherzt zu und begründete damit eine intensive Partnerschaft, die bis heute währt: insgesamt 174 deutsche und amerikanische Studierende sind seither dem Beispiel der beiden Professoren gefolgt und haben ihre Studienplätze für ein Jahr getauscht.

So kommt es, dass heute nicht nur in Hildesheim getrauert wird, sondern auch in dem kleinen Universitätsstädtchen Menomonie, dem Partnerstandort des Fachbereichs Gestaltung in den Weiten des Mittleren Westens, unweit vom Mississippi, wo sich
Gunter Heike immer wieder hingezogen fühlte.

Seine grausame Krankheit hat er mit unvorstellbarem Mut und trotz allem mit seinem ganz eigenen Humor ertragen und zu widerlegen versucht. Bis zum Schluss war es ihm ein vorrangiges Anliegen, seinen hochschulischen Verpflichtungen nachzukommen, um seine

Studenten und Studentinnen nicht zu enttäuschen. Aber nicht nur sie brauchten ihn, sondern gewiss auch er sie in seinem stillen Kampf.

Gunter Heikes Tod hat im Fachbereich Gestaltung eine Lücke gerissen, die so leicht nicht neu zu füllen sein wird.

Für den Fachbereich Gestaltung

Prof. Dr. Hans-Friedrich Müller

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