Baugewerbeverband zeichnet Diplomanden aus
Bei dem mit insgesamt 10.000 Mark dotierten Förderpreis des niedersächsischen Baugewerbes haben sich Diplomanden der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen wieder Spitzenplätze gesichert: Christian B. Meyer aus Hildesheim hat im Fachbereich Architektur den dritten Preis gewonnen. In seiner Diplomarbeit hat er ein Wohnhaus am Rande von Hannovers Innenstadt entworfen. Seine Arbeit zeichne sich durch eine sehr gründliche Bearbeitung von der Grundlagenermittlung bis zu den Ausführungsdetails aus, lautet das Urteil der Jury. Durch witzige, ansprechende Details würden dem jeweiligen Nutzungszweck entsprechend auch großzügige Raumkombinationen auf engem Raum möglich. Der 28-jährige Meyer hat jetzt vom Präsidenten des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen (BVN), Dipl.-Ing Rainer Lorenz am Fachhochschulstandort in Holzminden seinen Preis überreicht bekommen.
Der Förderpreis des niedersächsichen Baugewerbes an junge Architekten und Bauingenieure der sechs niedersächsischen Fachhochschulen ist in diesem Jahr zum elften Mal verliehen worden. In seiner Festrede merkte Präsident Lorenz an, er könne sich eine noch intensivere Zusammenarbeit zwischen Bauunternehmen und den Absolventen mit ihren Betreuern vorstellen. Alle sollten enger zusammen rücken, damit inhaltliche Anstöße zwischen Forschung, Lehre und Praxis selbstverständlich würden.
Im Fachbereich Bauingenieurwesen hat Markus Alfermann vom Fachhochschulstandort Holzminden den zweiten Preis bekommen. Seine Diplomarbeit hat sich mit dem Thema "Methodik der Lebenszyklusanalyse von Gebäuden" beschäftigt. Den ersten Platz bei den Bauingenieuren hat Carsten Rischbode von der Fachhochschule Hannover mit Sitz in Nienburg belegt. Bei den Architekten ging der erste Preis an Lars Hülsmann und Markus Lake von der der Fachhochschule Oldenburg.
Besorgt zeigte sich der Präsident des Baugewerbe Verbandes darüber, dass die Zahl der Studienanfänger in den Bereichen Bauingenieurwesen und Architektur in den letzten Jahren deutlich zurück gegangen sei. Zwar sei dieser Trend angesichts der seit sechs Jahren anhaltenden tiefen Konjunktur- und Strukturkrise am Bau kaum verwunderlich. Mit Blick auf die Situation beim Lehrernachwuchs könne aber die Gefahr, dass auch der Architekt oder Bauingenieur in absehbarer Zeit ein Mangelberuf werde, nicht ganz ausgeschlossen werden.
Zurück zur letzten Seite