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Diplomtag bei den Restauratoren der Fachhochschule

Diplomtag des Fachhochschul-Studiengangs Restaurierung

Für die Restaurierung der Tafelmalereien des kostbaren spätgotischen Peter- und Paul-Altares in der Hildesheimer Lambertikirche gibt es jetzt ein Wartungs- und Behandlungskonzept. Ob es so, wie Gitta Hamm es nach eingehenden Untersuchungen entwickelt hat, auch in die Tat umgesetzt wird, steht noch in den Sternen. Aber ein Ziel hat Gitta Hamm mit ihrer Arbeit schon erreicht: Sie hält ihr Diplom als Restauratorin in den Händen. So wie die Fachhochschulabsolventin haben jetzt mehr als ein Dutzend Diplom-Restauratoren und Restauratorinnen ihre Abschlussarbeiten präsentiert. Die Restauratoren haben ihr Studium jeweils in einer der vier Studienrichtungen Holzobjekte mit gefasster Oberfläche, Holzobjekte mit veredelter Oberfläche, Steinobjekte und Wandmalerei/Architekturoberfläche absolviert.

Barbara Hentschel beispielsweise hat sich mit den Wandmalereien im Chor der St. Lorenzkirche in Schöningen befasst, die im späten 19. Jahrhundert von dem damals sehr erfolgreichen Maler Adolf Quensen ausgeführt worden sind. Eine genaue Untersuchung der Maltechnik und des komplexen Schadensbildes sind Grundlage für das von ihr entwickelte Konservierungs- und Restaurierungskonzept. Mit der Entwicklung und Erprobung von geeigneten Restaurierungsmaterialien und –techniken haben sich andere Diplomanden beschäftigt. So hat Tina Bielefeld geeignete Kunstharze für die Festigung und Fixierung von farbigen Fassungen auf Kalkstein untersucht und dabei Methoden und Techniken erprobt, die eine optimale Erhaltung sowohl für die Fassung als auch für den Stein gewähren. Auch die Untersuchung künstlerischer Techniken der Vergangenheit waren Themen der Diplomarbeiten. Denn deren genaue Kenntnis ist eine Voraussetzung für das richtige Verständnis und die korrekte Konservierung historischer Kunstwerke.

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