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Arboriculture - ein einzigartiger Studiengang im Bereich städtisches Grün

Der Fachbereich Forstwirtschaft und Umweltmanagement hat seinen Reformprozess im Studiengang Forstwirtschaft im vergangenen Jahr mit extern moderierten Studienreformtagen sowie einer Klausurtagung zum Thema Modularisierung begonnen. Externe Kompetenz wurde durch die Berufung eines Reformbeirates mit Vertretern aus den Bereichen Staatswald, Privatwald, Holzindustrie, Dienstleistung und Consulting sowie Naturschutz ins Haus geholt. Die Studierenden konnten durch regelmäßige interne Evaluationen der Lehre seit dem Sommersemester 1995 ihre Meinung zur Qualität der Lehre in die Diskussion einbringen. Wichtige Hinweise zur Qualität der Lehre erhielt der Fachbereich auch durch die externe Evaluation durch die ZEvA Hannover im Januar 2002.

Der Studiengang Forstwirtschaft wurde inhaltlich und strukturell neu gestaltet. Der Abschluß "Bachelor of Science" (B.Sc.) nach 3 Studienjahren stellt eine Schnittstelle zum Arbeitsmarkt in den europäischen Nachbarländern dar und ist Voraussetzung für ein weiterqualifizierendes Masterstudium Es wird weiterhin möglich sein nach 4 Studienjahren den Abschluss Dipl.-Ing. (FH) zu erwerben, da dieser Abschluß von den Studierenden nachgefragt wird, die ihre Zukunft in einer privaten, kommunalen oder staatlichen Forstverwaltung sehen. In der Forst- und Holzindustrie ist dieser Abschluß mittlerweile zu einem anerkannten und nachgefragten Qualifikationsstandard geworden. Die Ausbildung bereitet ebenso auf eine unternehmerische Tätigkeit vor. Das gesamte Studium ist konsequent Modularisiert worden, die Module sind mit Credits ausgestattet, dies erleichtert die Anerkennung von Studienleistungen aus anderen Hochschulen und dem Ausland. Die Eigenverantwortung der Studierenden wird gefördert indem ein hohes Maß an individueller Profilbildung möglich sein wird (mehr als 40% der Credits). Die kommunikativen Fähigkeiten und die soziale Kompetenz der Studierenden sollen durch neue Studienangebote sowie neue Lehr- und Prüfungsformen gefördert werden. Eine durch die Hochschule begleitete Praxisphase im ersten Semester sowie ein Praxissemester im 4 Studienjahr dienen dem Erwerb der notwendigen beruflichen Praxiserfahrung. 

Die vielfältigen und ständig wachsenden Nutzungsansprüche der Bevölkerung an das städtische Grün erfordern eine vorausschauende und fachlich kompetente Koordination aller ökologischen Aufgabenfelder im urbanen Bereich. Durch den deutschlandweit einzigartigen und innovativen Studiengang Arboriculture werden die bislang auf sehr unterschiedliche Berufsfelder verteilten Teilkompetenzen zugunsten einer umfassenden Fachkompetenz für das städtische Grün gebündelt. Neben kommunikativen Fähigkeiten sowie sozialer und ökonomischer Kompetenz vermittelt der Studiengang Arboriculture insbesondere Fachkenntnisse auf den Gebieten der urbanen Gehölz- und Standortskunde, dem Schutz und der Pflege sowie der Planung und Entwicklung von städtischem Grün.

Entsprechend seiner Qualifikation findet der Diplom-Ingenieur Arboriculture seinen zukunftsträchtigen Einsatzbereich in eigenverantwortlicher und leitender Position sowohl in privaten Unternehmen (Garten- und Landschaftsplanungsbüros, Garten- und Landschaftsbaubetriebe, Baumpflegeunternehmen) als auch in größeren Kommunen als Leiter des Grünflächenamtes/Betriebshofes. Unabhängig von seinem Einsatzort wird seine zentrale Aufgabe stets dem Schutz, der Pflege und der Entwicklung von Gehölzen im Siedlungsbereich und der nachhaltigen Sicherung ihrer Standorte gewidmet sein. 

Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen wurde zum WS 1996/97 eingeführt. Dieses erfolgreiche Studienangebot wurde am Fachbereich Forstwirtschaft und Umweltmanagement entwickelt und wird hier federführend geleitet. Die Abdeckung eines Teiles der Lehre geschieht in enger Kooperation mit dem Fachbereich PMF unserer Hochschule. Dieses Studienangebot wird rege nachgefragt. Für die rund 250 Bewerber pro Jahr stehen inzwischen 80 Studienplätze zur Verfügung, so dass künftig über 300 Studierende eingeschrieben sein werden. Das 8-semestrige anwendungsbezogene Studium bereitet mit insgesamt 157 SWS auf das berufliche Tätigkeitsfeld von Diplom-Wirtschaftsingenieuren vor. Als Generalisten mit breit angelegtem betriebswirtschaftlichen, technischen, ökologischen und rechtlichen Fachwissen sind die Absolventinnen und Absolventen des Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen innerbetrieblich flexibel, vielseitig und ökonomisch sinnvoll einsetzbar. Sie haben sehr gute Berufsaussichten und finden ihren beruflichen Einsatzbereich in der Industrie, in mittelständischen Unternehmen, bei freien Dienstleistungsunternehmen aber auch in kommunalen Betrieben und Aufsichtsbehörden. Die permanente Anpassung der Studieninhalte an die Anforderungen der Praxis (neue Studienschwerpunkt, Modularisierung, Internationalisierung usw.) sind der Garant für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Studiengangs. 

Der Studiengang 'Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung' bildet auf dem Master-Niveau aus. Ziel eines Regionalmanagements ist es im Konsens mit den Akteuren der Region die Qualitäten der Region, so z.B. die Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen, die Freizeitqualität und die Qualität der naturgegebenen Ressourcen zu sichern und zu entwickeln und durch ein innovatives Regionalmarketing nach innen und außen zu kommunizieren. Am "professionellen Management", welches regionale Entwicklungsprozesse anregt und begleitet, mangelt es. Der "Regionalmanager und Wirtschaftsförderer" soll diese Lücke schließen.

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