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Architekten zieht es nach Ägypten

Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen kooperiert mit der El Azhar Universität in Kairo.

Hildesheimer und Holzmindener Architekturstudenten werden vermutlich schon im kommenden Jahr ihren Wissensschatz auch in der agyptischen Hauptstadt Kairo mehren können. Denn die Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen mit ihren beiden Fachbereichen Architektur, die ab Februar 2002 in eine gemeinsame Fakultät Bauwesen eingehen werden, plant eine Kooperation mit der El Azhar Universität Kairo. Erste Gespräche der beiden Architektur-Dakane Professor Jürgen Lecour (Holzminden) und Professor Martin Thumm (Hildesheim) mit Professor Dr. Said El-Maghraby von der Fakultät Bauwesen der El Azhar Universität sowie der Fachhochschulleitung sind schon geführt. Für Mai kommenden Jahres ist die erste Exkursion mit Lehrenden und Studierenden beider Standorte nach Kairo geplant. Im Sommer sollen die ägyptischen Partner zu einer "summerschool" nach Deutschland eingeladen werden.

Entstanden ist die Kooperation durch ein ehrgeiziges Vorhaben dreier Architekten: Professor Lecour, Professor Dr. Otto Meier und Dozent Frank Dziomba beteiligen sich an einem internationalen Architektenwettbewerb für ein neues Museum in Kairo. Um die Gegebenheiten vor Ort für die Entwürfe kennenzulernen, reisten die drei im Juni vergangenen Jahres in die ägyptische Hauptstadt. Dort besuchten sie auch die Universität El Azhar, die drittgrößte von sieben Universitäten der Stadt, und lernten den Vermessungsingenieur und Professor El-Maghraby kennen. In den Gesprächen kristallisierten sich schnell die Themenfelder heraus, auf denen ein Austausch äußerst fruchtbar sein könnte. El-Maghraby, der für das ägyptishe Kulturministerium als Berater für Baudenkmalpflege und Restaurierung tätig und im Rahmen eines nationalen Restaurierungsprogramms an der Restaurierung des historischen Stadtzentrums beteiligt ist, kann seine wissenschaftlichen Standards nach Hildesheim und Holzminden vermitteln. Die ägyptischen Kollegen wollen von dem Wissen der deutschen Spezialisten auf dem Gebiet der Grundwasserqualität und –reinigung beziehungsweise Fragen der Bodenbeschaffenheit und deren konstruktiven Konsequenzen profitieren.

Besonders gut aufgehoben sind die Lehrenden und Studierenden an der El Azhar Universität jedoch nicht nur wegen deren hohen wissenschaftlichen Niveaus in Fragen der Baudenkmalpflege, sondern auch weil viele der dort lehrenden Professoren in Deutschland studiert und promoviert haben. Sprachliche Barrieren werden deshalb kein größeres Problem darstellen.

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