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Gemeinsames Projekt am Byzantinischen Buch vereinbart

Studienrichtung Restaurierung von Buch und Papier der Fachhochschule kooperiert mit der ehrwürdigen armenischen Bibliothek Matenadaran.

Die Studienrichtung Restaurierung von Buch und Papier des Instituts für Restaurierung der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen wird mit dem Matenadaran in Eriwan, der berühmten armenischen Bibliothek mit ihren 18000 Handschriften kooperieren.

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Matenadaran und der Studienrichtung Restaurierung von Buch und Papier ist jetzt bei einem Besuch von Dr. Gayane Eliazyan, der Leiterin der Restaurierungswerkstätten des Matenadaran, in Hildesheim vereinbart worden. Das erste ausgewählte Thema für ein gemeinsames Projekt am Byzantinischen Buch sind die Analyse und Konservierung von armenischen Tinten und Papieren.

Die Zusammenarbeit beider Institutionen wird sich aber auch auf weitere Projekte erstrecken, die im Einzelnen noch vereinbart werden. "Es gibt so viele Berührungspunkte zwischen unseren Einrichtungen, dass die Kooperation schrittweise ausgedehnt werden soll", sagt Professor Patricia Engel von der Hildesheimer Studienrichtung Restaurierung von Buch und Papier.

Gayane Eliazyan betreut im Matenadaran rund 18000 Handschriften, darunter die ältesten christlichen Handschriften überhaupt. Sie habe erstklassige Mitarbeiterinnen, berichtete die Restauratorin, und dank einer Spende aus Japan seien ihre Werkstätten auch mit guten Geräten ausgestattet. Der ehrwürdigen armenischen Bibliothek mangele es jedoch an finanziellen Möglichkeiten, die laufenden Gehälter der Restauratorinnen zu bezahlen. Junge Frauen müssten die Einrichtung nach ihrer Ausbildung verlassen, weil sie von dem Verdienst nicht leben könnten.

In Hildesheim hat die armenische Restauratorin die Dombibliothek mit ihren ältesten Buchbeständen Niedersachsens, das Dommuseum mit den zehn Hildesheimer Prachthandschriften, den Dom, Sankt Michaelis und Sankt Godehard besucht. Der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und natürlich den Werkstätten der Studienrichtung Restaurierung von Buch und Papier galt ebenfalls ihr Interesse. Bei einem Abend zu Ehren von Gayane Eliazyan referierten unter anderem Wolfgang Schwahn von der Feste Coburg und Renate van Issem von der Universitätsbibliothek Göttingen.

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