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Designer produzieren für Studio Universal

Angehende Designer der FH produzieren Spots für das Münchner Studio Universal

Die Fachhochschule steigt ins Fernsehmetier ein, genauer gesagt, sie erweitert ihr Lehrangebot in den so genannten Broadcastbereich: Studierende des Fachbereichs Gestaltung haben jetzt zum ersten Mal Jingles (Teile von Werbespots) für Studio Universal in München produziert. Zu sehen sein werden die nur wenige Sekunden langen Werke im September beim Sender Premiere. Das Besondere an dieser Kooperation zwischen der Hochschule und Studio Universal ist, dass sich die rund 30 angehenden Gestalter im dritten und vierten Semester mit hochschuleigenem Equipment zum ersten Mal gestalterisch im TV-Markt beweisen wollen. Das Lehrangebot heißt Rechnergestütztes Gestalten/Zeitbasierte Medien und wird von Professor Eckhard Westermeier betreut.

Studio Universal, Tochter des amerikanischen Filmverleihs Universal, produziert Spielfilmprogramme mit so genannten On-Air-Verpackungen, das sind die Trailer und Sequenzen, die zwischen den Sendungen eingebettet sind. Außerdem stellt Studio Universal verschiedene Arten von Sendungen für Zusatzprogramme im Informationsbereich her. Das Studio mit Hauptsitz in München will bei dieser Kooperation neue Wege gehen und die Ideenvielfalt an der Hochschule nutzen. Normalerweise lässt das Studio die Spots von Agenturen produzieren.

Thema der Arbeiten, die die Studierenden in diesem Sommersemester entwickelt haben, ist New York. Produziert werden sollten unter dem Überbegriff Corporate Identity im Bewegtbild bis zu 15 Sekunden lange Clips für Studio Universal. Die Dauer der Clips, der Farbrahmen und das Logo wurden von Studio Universal vorgegeben. Das Thema New York war in diesem Zusammenhang eine besondere Herausforderung für die Studierenden, denn das Filmmaterial musste in den Köpfen am Hildesheimer Fachbereich und nicht vor Ort entstehen.

Prof. Eckhard Westermeier ist besonders stolz auf das Projekt, weil er seinen Studierenden damit die Möglichkeit bieten kann, unter realen Bedingungen zu arbeiten. Denn von der Idee und dem Konzept über das Treatment (Inhaltsangabe der Geschichte), das Storyboard (die gezeichnete Übersetzung der Geschichte als bildnerische Vorlage für Produzent, Regisseur und Kameramann) über die Umsetzung im Rechner müssen die jungen Leute jeden einzelnen Produktionsschritt erlernen.

Zusätzlich konnten sich die Studierenden in Eigenverantwortung in die ganze ausführende Produktion mit einem pekuniären "Nobudget", aber mit großem gestalterischen Kapital einbringen und sich so als eigene Produzenten mit den kaufmännischen Dimensionen eines solchen Projekts vertraut machen

"Es ist sicher erst einmal sehr ungewohnt für die Studierenden, die sich noch vor gut einem Jahr vorwiegend mit Malerei und Zeichnungen hier im Hause als Grafikstudenten beworben haben, plötzlich Storys zu schreiben, sie in Treatments zu fassen, sie bildnerisch und musikalisch zu entwickeln und zu produzieren und sie auf elektronischen Medien zu fertigen. Der Weg vom stillen zum sendefähigen, bewegten Bild ist für sie eine harte Herausforderung. Die scheint ihnen aber auch Spaß gemacht zu haben – dem Witz, der Phantasie und der Gestaltungswut der Ergebnisse nach zu schließen ", beschreibt Westermeier.

Ein weiteres ehrgeiziges Vorhaben mit Studio Universal läuft gerade noch. Das Studio hat eine internationale freikünstlerische Ausschreibung im Bereich Micromovie ausgegeben, an dem sich auch Hildesheimer Studierende beteiligen. Hier gilt es darum, eine Story ohne Worte in hundert Sekunden zu erzählen. Die zehn besten Drehbücher werden von einer Jury unter Vorsitz des Filmregisseurs Helmut Dietl ausgewählt und die Autoren können es mit Hilfe von Studio Universal dann realisieren.

 

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