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Prof. Dr. Dr. Christo Petrow Christow gestorben

Nachruf

Im Alter von 75 Jahren ist der Sozialmediziner Prof. Dr. phil. Dr. päd. Christo Petrow Christow gestorben. Seit 1973 lehrte und forschte Prof. Christow am Fachbereich Sozialpädagogik der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen in den Bereichen Sozialmedizin und Gesundheitswissenschaften. Das Schwergewicht seiner wissenschaftlichen Tätigkeiten lag dabei auf den Gebieten der Wohnmedizin und Wohnhygiene. Nach seiner Pensionierung 1992 führte er Lehrveranstaltungen und Forschungstätigkeiten als freiwillige Angebote weiter.

Prof. Christow wurde 1927 in Bulgarien geboren, studierte in Sofia und arbeitete zu Beginn seines wechselvollen Forscherlebens in Bulgarien in verschiedenen Forschungsprojekten zur Arbeits- und Wohnhygiene. 1961 promovierte er an der Humboldt-Universität in Berlin gleichzeitig in Pädagogik und in Philosophie der Medizin.

Ab 1967 war Prof. Christow als Forscher beim Bundesgesundheitsamt in Berlin beschäftigt. In dieser Zeit war sein Forschungsschwerpunkt den Auswirkungen der Trichomoniasis gewidmet. (Durch so genannte Kleinlebewesen ausgelöste Darmkrankheiten.)

Im Laufe seines Lebens als Wissenschaftler hat Prof. Christow zahlreiche Publikationen in nationalen und internationalen Zeitschriften verfasst. Internationale Anerkennung fand er mit seinen Vorschlägen zu einer naturnahen Architekturgestaltung, die umfassend in seinem "opus magnum" ("Wohnen und Architektur", 1992) dokumentiert worden sind. Seine Vorstellungen wurden mehrfach in Ausstellungen – einige davon auch in Hildesheim – der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wobei insbesondere die Thematik der sozialen Auswirkungen des "Bionischen Bauens" reges Interesse fanden.

Prof. Christow wurde wegen seines Engagements für die kulturelle und wissenschaftliche Kommunikation zwischen Ost- und Westeuropa für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen. Sein Tod verhinderte, dass ihm die Auszeichnung verliehen werden konnte.

Die Beerdigung findet am Montag, 29. Juli, 12.30 Uhr, auf dem Lamberti-Friedhof statt.

Prof. Dr. Klaus Below

Fachbereich Sozialpädagogik

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