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Absolvent der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen bekommt Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

Georg-Simon-Ohm-Preis für Diplomarbeit über Erzeugung „weicher“ Röntgenstrahlen heute in Hannover übergeben.

Für seine hervorragende Diplomarbeit über die Erzeugung so genannter weicher Röntgenstrahlen an der Fakultät Naturwissenschaften und Technik (Göttingen) der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen hat der 26-jährige Christian Peth heute den Georg-Simon-Ohm-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) bekommen. Der Preis wurde im Rahmen der 67. Physikertagung der DPG im Audimax der Universität Hannover verliehen. Der Diplom-Ingenieur mit Fachrichtung Feinwerktechnik ist am Laser-Laboratorium Göttingen e.V. tätig.

Seit über dreißig Jahren regiert in der digitalen Welt das „Moore’sche Gesetz“: Die Zahl der Transistoren pro Chip verdoppelt sich etwa alle 18 Monate. Konsequenz: Computer werden immer schneller. Allerdings: Ständig weitere Schaltkreise hinzuzuquetschen, stellt die Ingenieure vor große Herausforderungen. Bei der Chipproduktion wird heutzutage der Rohling – zumeist eine Scheibe aus dem Halbleiter Silizium – per UV-Licht strukturiert. Je kleiner die Wellenlänge des Lichts, desto feinere Strukturen lassen sich herstellen. Weltweit wird deshalb an Lichtquellen gearbeitet, die sehr kurzwellige UV-Strahlung aussenden. Hier spricht man von „extremer“ UV-Strahlung oder auch von „weicher“ Röntgenstrahlung im Wellenlängenbereich um 13 Nanometern. Den Prototyp einer derartigen Strahlungsquelle konstruierte Christian Peth. Herzstück der Apparatur ist eine Vakuum-Kammer, in die stoßweise Gas einströmt. Die Gaswolke wird von einem Laser derart aufgeheizt, dass kurzfristig ein so genanntes Plasma entsteht. Dieses Gemisch aus geladenen Gasteilchen und Elektronen leuchtet im extremen, für das Auge gleichwohl unsichtbaren UV-Bereich. Um die Systemparameter zu optimieren, entwickelte Peth ein neuartiges Messgerät, das inzwischen kommerziell vertrieben wird.

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