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Klärwerksspezialist neuer Professor bei Bauwesen

Antrittsvorlesung zur Reststoffentsorgung am Mittwoch, 11. Juni, um 17.30 Uhr

Bauingenieure beschäftigen sich nicht nur mit der Konstruktion und der Berechnung von beeindruckenden Bauten wie Hochhäuser, Brücken und Tunnel. Die Planung der städtischen und ländlichen Umwelt, nicht zuletzt die Umwelttechnik gehören ebenfalls zum Berufsbild. Auch die Studierenden der Fakultät Bauwesen an der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/-Göttingen werden auf diesem Sektor ausgebildet. Hier verstärkt jetzt Prof. Dr. Günther Bahre das Professoren-Team, in dem er zukünftigen Bauingenieurinnen und Bauingenieuren beibringt, wie  Kanalnetze und Kläranlagen zu planen und zu bauen sind. Diese  interdisziplinäre Ausrichtung des Studiums interessiert männliche  wie weibliche Studierende gleichermaßen.

 

In seiner Antrittsvorlesung am Mittwoch, 11. Juni, um 17.30 Uhr in Raum 124, Hohnsen 2 in Hildesheim, wird es um die Behandlung und dauerhaft schadlose Beseitigung der bei der Abwasserreinigung anfallenden Reststoffe, insbesondere der Klärschlämme gehen. Unter dem Titel „Reststoffentsorgung bei kleineren Klärwerken – k(l)eine Probleme?“ wird Bahre neuere Techniken und Behandlungsverfahren beschreiben, die als notwendige Voraussetzung für die landwirtschaftliche beziehungsweise die thermische Klärschlammverwertung eingesetzt werden müssen. Bahre wird dabei auf die besonderen Umstände bei kleineren Klärwerken in Städten und Gemeinden mit rund 30000 Einwohnern eingehen.

 

Günther Bahre, Jahrgang 1954, hat an der damaligen Technischen Universität Hannover Bauingenieurwesen mit der Vertiefungsrichtung Wasserwesen studiert und an der Ruhr-Universität Bochum promoviert. Zunächst arbeitete er dort weiter als Hochschulassistent, bis er sich 1990 als beratender und planender Ingenieur im Bereich Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik selbstständig machte. Schwerpunkt seiner Arbeit war die Planung von Abwasserreinigungs- und Schlammbehandlungsanlagen mit Entwurfs- und Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauleitung.

 

Bahre kommt zum richtigen Zeitpunkt für die Studierenden der FH in Hildesheim: Nachdem fast täglich von der schrumpfenden Bauindustrie berichtet wird, gibt es für diejenigen Studienanfänger, die trotzdem ihrem Berufswunsch folgen und jetzt in die breit angelegte Ausbildung zum Bauingenieur oder zur Bauingenieurin einsteigen, wider Erwarten gute Perspektiven. Selbst bei einer stagnierenden Bauwirtschaft sind die Studierendenzahlen bundesweit so gesunken, dass allein durch den Generationswechsel bedingt dringend gut ausgebildeter Ingenieurnachwuchs gebraucht wird, so der Verband der Bauindustrie. In der Siedlungswasserwirtschaft übrigens ist der Einbruch nicht so stark ausgefallen wie im Bauhauptgewerbe, so dass sogar in der schwierigen Zeit der vergangenen Jahre hier Absolventen und Absolventinnen immer wieder eine Anstellung fanden.

 

  

 

 

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