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HAWK bekommt Zertifikat "Familiengerechte Hochschule" von Glos und von der Leyen in Berlin

Präsident Prof. Dr. Martin Thren und Projektleiterin "HAWK-Kinder", Ingrid Haasper, am 14. Juni 2006 beim Festakt

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat das Modellprojekt "HAWK-Kinder" bei einem Besuch an der HAWK in Hildesheim als bundesweiten  "Trendsetter" bezeichnet.

Die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/
Göttingen bekommt am Mittwoch, 14. Juni 2006, von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos in Berlin das Zertifikat „Audit Familiengerechte Hochschule“ der Hertie-Stiftung überreicht.

 

Vor drei Jahren gehörte die HAWK zu den ersten vier Hochschulen Deutschlands, die an dem Audit teilnahmen und denen das so genannte Grundzertifikat verliehen wurde. Nach der erfolgreichen Reauditierung im April dieses Jahres gehört die HAWK nun in den Kreis der Zertifikatsträger.

Das Bundesfamilien- und das Bundeswirtschaftsministerium laden Sie herzlich zur feierlichen Übergabe nach Berlin ein. Insgesamt werden 141 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen mit dem Grundzertifikat, dem Zertifikat oder der erfolgreichen Verlängerung ausgezeichnet.

Im Rahmen der Infobörse der Zertifikatsträger stellt die HAWK unter dem Titel „Wege zur Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie“ unter anderem das bundesweit einzigartige Modellprojekt „HAWK-Kinder“ vor, eine Kombination aus Modellkrippe mit neuem pädagogischen Ansatz und einem neuen Studiengang für Erzieherinnen und Erzieher.

Von Seiten der HAWK werden Präsident Prof. Dr. Martin Thren und die Projektleiterin von „HAWK-Kinder“, Ingrid Haasper, das Zertifikat entgegennehmen.

In Niedersachsen tragen unterdessen 16 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen das Zertifikat. Das Land gehört damit in die Gruppe der fünf aktivsten Bundesländer auf diesem Sektor.


Das audit berufundfamilie®
Das audit berufundfamilie®, entwickelt auf Initiative und im Auftrag der Hertie-Stiftung,  ist ein strategisches Managementinstrument, das Arbeitgeber darin unterstützt, Unternehmensziele und Mitarbeiterinteressen in eine tragfähige, wirtschaftlich attraktive Balance zu bringen. Einsetzbar in allen Branchen und Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen Maßnahmen zur besseren Balance von Beruf und Familie und ermittelt systematisch das betriebsindividuelle Entwicklungspotenzial. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses erhalten die Unternehmen und Institutionen das „Grundzertifikat zum audit berufundfamilie®“. Die praktische Umsetzung der erarbeiteten Ziele und Maßnahmen überprüft die berufundfamilie gGmbH, eine Tochter der Hertie-Stiftung, jährlich. Nach drei Jahren kann das Unternehmen, im Rahmen einer Re-Auditierung weiterführende Ziele vereinbaren. Nur bei erfolgreicher Re-Auditierung erhalten die Unternehmen/Institutionen ihr eigentliches Zertifikat und dürfen das Gütesiegel des audit unverändert führen – bis zur nächsten Überprüfung nach weiteren drei Jahren.
Über die Zertifikatsvergabe entscheidet das Kuratorium der berufundfamilie gGmbH, das zweimal im Jahr zusammentritt, zuletzt im April 2006. Dem Kuratorium gehören an:
Prof. Dr. Paul Kirchhof (Vorsitzender), Universität Heidelberg
Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner (Stellvertretung), Technische Universität München
Ludwig Georg Braun, B. Braun Melsungen AG
Dr. Michael Endres, Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Jürgen F. Gallmann, Microsoft Deutschland GmbH
Petra Gerster, ZDF
Dr. Margot Käßmann, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover
Siegmar Mosdorf, CNC AG
Dr. Burkhard Schwenker, Roland Berger Strategy Consultants
Tillmann Todenhöfer, Robert Bosch Industrietreuhand KG
Prof. Dr. Artur Wollert, Universität Karlsruhe
Zertifikate zum audit berufundfamilie® wurden erstmals 1999 vergeben. Seit 2002 wird zudem das audit familiengerechte hochschule angeboten. Inzwischen haben mehr als 280 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen mit rund 550.000 Beschäftigten das audit durchlaufen. Dabei sind über 140 Ideen familienfreundlicher Maßnahmen zusammengetragen worden, die im Zusammenwirken die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Sie verteilen sich auf acht Handlungsfelder: Arbeitszeit und -organisation, Arbeitsort, Informations- und Kommunikationspolitik, Führungskompetenz, Personalentwicklung, Entgeltbestandteile, geldwerte Leistungen sowie Service für Familien.
2005 hat die Hertie-Stiftung das „Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik“ (FFP) an der Universität Münster gegründet. Im Auftrag der berufundfamilie gGmbH werden dort betriebswirtschaftliche Effekte familienfreundlicher Maßnahmen in Unternehmen erstmals wissenschaftlich fundiert untersucht und quantifiziert. Ziel ist es, stichhaltige Aussagen zur Kosten-Nutzen-Relation familienbewusster Personalpolitik treffen zu können. Im Frühjahr 2006 konnte mit einer Studie unter 98 auditierten Unternehmen der Nachweis darüber erbracht werden, dass familienfreundliche Personalpolitik Krankenstand und Fluktuation reduziert, die Rekrutierung von qualifiziertem Personal verbessert und das Image des Unternehmens stärkt.
Das audit berufundfamilie® steht unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin sowie des Bundeswirtschaftsministers. Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfehlen das audit, da es die ökonomischen und betrieblichen Vorteile einer familienbewussten Personalpolitik in den Vordergrund stellt.

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