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Pressemitteilungen

„Der Sozialstaat bringt besonders für Führungskräfte Verpflichtungen mit sich"

Zwanzig Absolventinnen und Absolventen des HAWK-Weiterbildungsstudiengangs Sozialmanagement bekommen ihre Diplome

Absolventinnen und Absolventen mit Bachelor-Hut, eingerahmt von Studiengangsleiterin Susanne Kleibl, HAWK-Präsident Prof. Dr. Martin Thren, Honorarprofessor Alois-Ernst Ehbrecht als Caritas-Vertreter

Zwanzig Absolventinnen und Absolventen des mit der norddeutschen Caritas angebotenen Weiterbildungsstudienganges „Sozialmanagement für Führungskräfte im Sozialwesen“ an der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst haben jetzt im Rahmen einer Feierstunde ihre Urkunden als Diplom-Sozialwirtinnen/-wirte überreicht bekommen.

HAWK-Präsident Prof. Dr. Martin Thren und die Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Leiterin des Studienganges, Susanne Kleibl, begrüßten die Teilnehmer und Festredner. Studiendekan Prof. Heinz-Dieter Gottlieb von der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit forderte die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen in einer Ansprache auf, „Flagge zu zeigen“: Der Sozialstaat bedeute nicht nur das Recht, Ansprüche zu stellen, sondern bringe gerade für Führungskräfte vor allem auch Verpflichtungen mit sich.

Die Leiterin des Studienganges Susanne Kleibl wies auf die vielfältigen Bildungsbiographien der Absolventinnen und Absolventen hin, die während der berufsbegleitenden Ausbildung zum Beispiel in Pflegeberufen, als Theologen oder Psychologen tätig waren und viele Mühen und teils lange Anfahrten in Kauf genommen hatten. Kleibl ging auf die Ökonomisierung der sozialen Dienstleitungen ein, die zu Verteilungskämpfen führte. Die Dienstleistungsorganisationen würden zu marktorientierten Unternehmen umgebaut. Das habe Auswirkungen auf das Personal, das die wichtigste Ressource dieses Wirtschaftszweiges, aber auch größter Kostenfaktor mit 85 bis 90 Prozent Anteil sei. Die nachhaltige Motivation des Personals erfordere eine Rückkoppelung mit Idealen und Einstellungen in den Unternehmen.

HAWK-Honorarprofessor Alois-Ernst Ehbrecht stimmte in seinem Grußwort im Namen der Caritas zu, dass Unternehmen ohne Vision höchstens kurzfristig Gewinn erzielen könnten, die langfristige Ausrichtung aber wesentlich sei. Mit dem Motto der Caritas „Not sehen und handeln“ spornte er die Absolventinnen und Absolventen an, sich in den Dienst der Menschen zu stellen, auch wenn sie erleben würden, dass Theorie und Praxis oft auseinander klafften.

Der Studiengang Sozialmanagement führt in maximal vier Semestern zum Abschluss Diplom-Sozialwirt/in (FH). Ein solches Aufbaustudium als Kooperation von staatlicher Hochschule und Wohlfahrtsverband ist in Niedersachsen einmalig.

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