English Version | Intranet | Schnellzugriff

Experten beraten über Skulpturengruppe des Heiligen Georgs

Treffen der Gemälde- und Skulpturenrestauratoren im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege

Austausch der Restauratoren an der Skulpturengruppe des "Heiligen Georgs". © B. Ebeling

Dipl. Rest. Kerstin Wäcken, Dipl. Rest. Christina Achhammer und Dr. Detlev Gadesmann referieren über die Skulpturengruppe des "Heiligen Georgs" beim Restauratorentreffen in Hannover. © B. Ebeling

Acht Restauratoren des Hildesheimer HAWK-Fachbereichs Konservierung und Restaurierung haben jetzt an einem Treffen der in Niedersachsen tätigen Gemälde -und Skulpturenrestauratoren im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) in Hannover teilgenommen. Außerdem waren der Einladung selbstständige Restauratoren aus dem musealen Raum und aus der Klosterkammer Hannover gefolgt.


Anlass dieses Austausches war die Restaurierung der Skulpturengruppe des Heiligen Georgs aus der Ev. Kirche in Sottrum, Landkreis Rotenburg/Wümme in den Werkstätten des NLD durch eine Absolventin der HAWK. Aufgrund des schlechten Erhaltungszustands hatte man sich nach gründlichen Voruntersuchungen dazu entschieden, die Figurengruppe nach dem Befund der zweiten Fassung neu zu fassen.
Angesichts der seit Jahrzehnten erfolgreichen Kooperation zwischen der HAWK und dem NLD wurde die Veranstaltung gemeinsam von Prof. Dr. Michael von der Goltz, Leiter der Studienrichtung gefasste Holzobjekte und Gemälde und Dekan am Fachbereich Konservierung und Restaurierung, und von Dr. Detlev Gadesmann, Leiter der Gemälde- und Skulpturenwerkstatt im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege moderiert.

Zu Beginn führte Dr. Detlev Gadesmann in die Georgslegende und in die Restaurierungsgeschichte des Heiligen Georgs ein. Abgelöst wurde er von der Diplomrestauratorin Christina Achhammer, ebenfalls vom NLD, die über die durchgeführten restauratorischen Untersuchungen an der Skulpturengruppe berichtete. Die einzelnen Fassungen wurden anhand von Anschliffen vorgestellt und die Möglichkeiten der Präsentation diskutiert. Es wurde der Wunsch nach einer kritischen Diskussion innerhalb der Restauratorengruppe geäußert. Den letzten Teil dieses Vortrages übernahm die Diplomrestauratorin Kerstin Wäcken, eine Absolventin der HAWK, die über die bisherigen konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen an der Skulpturengruppe referierte.

Es folgte ein eindrucksvoller Vortrag von Dr. Gernot Fischer aus dem Stützpunkt Lüneburg des NLD über die Ritterrüstung in Europa als Datierungshilfe. Anhand des so genannten „Riefelharnisches“, den der Heilige Georg der Figurengruppe trägt, konnte die Entstehungszeit in die Zeit um 1525 eingegrenzt werden.
Nach einer gemeinsamen Mittagspause berichtete Prof. Dr. Michael von der Goltz von der durch die EU-Richtlinien notwendig gewordene Umstellung vom Diplomstudiengang in einen Bachelor- bzw. Masterstudiengang. Bereits im Sommersemester 2007 sind die ersten Bachelorabschlüsse im Bereich „Präventive Konservierung“ vergeben worden, sodass über erste Erfahrungen berichtet werden konnte. Der erste reguläre zweijährige Masterstudiengang „Konservierung und Restaurierung“ hat im jetzigen Wintersemester begonnen, sodass nach vier Semestern im Sommersemester 2009 die ersten regulären Masterabsolventen die HAWK verlassen. In der Umstellungszeit vom Diplom auf Master gab es bereits für Diplomrestaurator/innen die Möglichkeit, in einem Jahr den Master auf ihren Diplomabschluss aufzusatteln.

Zurück zur letzten Seite