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"Meine Füße sind der Rollstuhl"

HAWK-Kinderhochschule lässt Junior-Studenten beim Praxistest Barrieren identifizieren

Rollstuhlfahren im Test.

Die Kinder erfuhren, welche Möglichkeiten Rollstuhlnutzer im Alltag haben.

„Können Rollstuhlfahrer schwimmen?“, „wie kommt man mit dem Rollstuhl die Treppe hoch und wie kommt man in den Bus?“ Um diese und viele andere Fragen ging es jetzt an der HAWK bei der Kinderhochschule „HAWK for kids!“. „Meine Füße sind der Rollstuhl“ hatten HAWK-Verwaltungsprofessorin Dr. Gisela Hermes und Beate Zellner vom Verein Stolperstein e.V., die beide selbst einen Rollstuhl nutzen, ihre Veranstaltung genannt.

Zunächst hatten die Kinder einen Einblick in die verschiedenen Ursachen von Behinderungen bekommen und erfuhren, welche Möglichkeiten Rollstuhlnutzern im Alltag offen stehen. Aber natürlich ging es nicht nur um Theorie, die Kinder durften selbst „erfahren“, wie es sich anfühlt, im Rollstuhl sitzend Türen zu öffnen, auf Kopfsteinpflaster zu rollen, eine Toilette zu nutzen oder den Bus zu besteigen. Dabei halfen ihnen HAWK-Studierende.

Aber beim Praxistest allein blieb es nicht. Wie an einer Hochschule üblich, wurden die Erfahrungen ausgewertet und einige Barrieren identifiziert, die einem Rollstuhlfahrer das Leben unnötig erschweren können. So berichtete beispielsweise Ella über die Erfahrungen ihrer Kleingruppe: „Die Türe nach draußen geht ganz schwer auf und in den Bus kann man nicht alleine, weil die Stufe so hoch ist.“

Der siebenjährige Rollstuhlnutzer Paul, der eigens aus Kassel angereist war, konnte jedoch auch über Lösungsmöglichkeiten aus seinem Alltag berichten: „An meiner Schule gehen die Türen elektrisch auf und in den Bus und in die Straßenbahn komme ich ohne Stufen. Da gibt es nämlich Hochbahnsteige.“ Diese Maßnahmen machen ihn und andere Rollstuhlnutzer von fremder Hilfe unabhängig. Nachgefragt, was sie in der Veranstaltung gelernt haben und was ihnen am Besten gefallen hat, waren sich die Kinder einig: Rollstuhlfahren macht echt Spaß.

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