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Wohnbrücke für Duisburg: HAWK-Studenten belegen den zweiten Platz

750 Studierende aus 50 Hochschulen beteiligen sich an bundesweitem Xella-Wettbewerb

Gewinnen den zweiten Preis bei der Ausscheidung Nord des Xella-Studentenwettbewerbs: Felix Rohde (links) und Jens Kowallik (Aufn.: Bernhard Heinze).

Grafik: Südansicht der beleuchteten Wohnbrücke

Jens Kowallik und Felix Rohde von der HAWK-Fakultät Bauwesen in Hildesheim haben den zweiten Platz  beim diesjährigen Xella Studentenwettbewerb Region Nord gewonnen.  Wettbewerbsaufgabe für Architektur-Studentinnen und -Studenten aus ganz Deutschland war, eine weit über den Rhein gespannte „Living Bridge“ als besondere Attraktion für die Stadt Duisburg zu entwerfen.

Jetzt wurden im Architekturpavillon der TU Braunschweig die Preise und Auszeichnungen für die Region Nord vergeben. Besonders erfolgreich waren Studierende der Hochschulen Stuttgart, der HAWK in Hildesheim, Frankfurt am Main, Kiel, Wiesbaden und Braunschweig. An sie gingen die ersten drei Preise und drei Ankäufe.


Bundesweit haben sich rund 750 Studierende aus mehr als 50 Hochschulen mit dem Thema befasst. In der Region Nord reichten 60 zum Teil im Team arbeitende Studierende aus 14 Hochschulen 45 Arbeiten zur Bewertung ein. Viele Professoren ließen das Thema als Diplomarbeit zu.


Den ersten Preis holte sich das Zweierteam Thomas Kullik und Marion Weiler von der HfT Stuttgart. Ihre Brücke „schwebt“ als architektonisch klar definiertes Bauwerk über dem Fluss und der Landschaft. Der zweite Preis ging an Jens Kowallik und Felix Rohde von der HAWK-Fakultät Bauwesen in Hildesheim. Sie wählen als Brückentragwerk eine einhüftige Schrägseilkonstruktion und bilden damit ein eindeutiges Wahrzeichen, das in seiner Form subtil auf Fluss und Landschaft eingeht. Der als Wohnturm fungierende Brückenträger, ein bewegtes Tragwerk über dem Wasser und ein in das Gelände eingebetteter Steg bestimmen das markante Erscheinungsbild. Betreut wurde das Hildesheimer Studententeam von Prof. Michael V. Sprysch und Prof. Dietmar Lügger. Den dritten Preis erhielt Tanja Rončević von der FH Frankfurt am Main. Sie schafft mit einem schlanken Balken, der sich zu beiden Ufern und zur Flussaue hin optisch auflöst, eine geheimnisvolle Brückenskulptur.


Drei weitere Arbeiten wurden mit Ankäufen ausgezeichnet.  Entscheidend für die Auswahl der prämierten Arbeiten durch das unabhängige, aus Professoren, Architekten und Ingenieuren bestehende Preisgericht war letztlich die überzeugende Idee und die schlüssige Umsetzung.



Neu ist das Thema „Wohnbrücke“ nicht. Seit dem Mittelalter beflügelt dieser seltene Wohntypus, dessen prominentestes Beispiel die Ponte Vecchio in Florenz ist, die Ideen historischer Baumeister ebenso wie die moderner Projektentwickler. Für die Studierenden stellte die Wettbewerbsaufgabe „Leben über dem Rhein – Eine Wohnbrücke für Duisburg“ eine große Herausforderung in Sachen Konzeption und Entwurf dar. Das Wettbewerbsgelände befindet sich westlich der Duisburger Altstadt beiderseits des Rheinufers. Auf der östlichen Rheinseite soll in den nächsten Jahren mit dem geplanten RheinPark aus einem ehemaligen Industriegelände ein lebendiges Stadtquartier am Fluss entwickelt werden.


Konkrete Aufgabe war die Entwicklung einer „Living Bridge“, eine insgesamt etwa 800 Meter lange Wohnbrücke, die den Rhein 250 Meter überspannt, als besondere Attraktion für die Stadt Duisburg. Die Brücke muss den Rhein, um die Schiffbarkeit zu gewährleisten, über eine Länge von 250 Metern und einer Mindesthöhe von 38 Metern stützenfrei überspannen.

Der Xella Studentenwettbewerb, der die Tradition des Hebel Studentenwettbewerbs fortführt, findet in diesem Jahr zum 23. Mal statt. Er ist mit insgesamt 30.000 Euro Preisgeldern dotiert. Die Preisträger haben sich zusammen mit den Siegern aus den Regionen West, Ost und Süd zur Teilnahme am Bundeswettbewerb qualifiziert, der im Oktober dieses Jahres in Duisburg veranstaltet wird.

Der 6. Xella Studentenwettbewerb wird sich im Rahmen der IBA 2010 mit dem Thema des Stadtumbaus beschäftigen. Der Auslober des Wettbewerbes, die Duisburger Xella International GmbH, ist mit Produktmarken wie Hebel, Ytong, Silka, Fermacell und Multipor einer der international führenden Baustoffhersteller.


Kontakt für die Redaktion:
Hans-Peter Ahle - Xella International GmbH - Kommunikation
Tel. 0203 806 9710 – oder: 0172 200 9853 - Mail: hans-peter.ahle@xella.com

Sabine zu Klampen
HAWK Pressestelle
05121/881-124
zuklampen@hawk-hhg.de

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