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Hornemann Institut kürt am Welterbetag 25 Fotos des Hildesheimer Welterbes

Jüngste Preisträgerin vier Jahre alt / Großes Echo in Stadt und Region

Den 1. Platz unter den Erwachsenen belegte Jürgen Hans Bellinskies aus Edemissen (Kreis Peine).

Der 11-jährige Paul Tontsch belegt den 1. Platz der Kinder zwischen 9 und 13 Jahren.

Damit hat wohl kein Gast in der gut gefüllten Hildesheimer Rathaushalle gerechnet: Die jüngste Teilnehmerin des Fotowettbewerbs „Mein Bild vom Weltkulturerbe“, die vierjährige Maj Len Ellesat aus Bad Salzdetfurth, ist am Welterbtag als Siegerin der Altersgruppe der 4- bis 8-Jährigen gekürt worden und erhielt dafür, wie alle anderen Erstplazierten des Wettberwerbs, eine Digitalkamera. Ihr Foto zeigt eine der Basisfiguren der Bronzesäule, bei dem sie eine altersgerechte individuelle Sehweise zeigt.

Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury von einem Bild des Domes aus dem gegenüberliegenden Generalvikariat heraus, bei dem im Vordergrund ein Wappen hineinragt. Für diese außergewöhnliche Strategie der Gewichtung der Ebenen im Bild zeichneten sie den 11-jährigen Paul Tontsch mit dem 1. Platz der Kinder zwischen 9 und 13 Jahren aus.

In der Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen siegte der Hildesheimer Jonathan Meinert. Der 17-jährige Waldorfschüler realisierte eine Innenaufnahme des Domes mit Blick auf die sog. Bernwardstür in einer sehr sauberen technischen Umsetzung. Die Jury lobte, dass das vorhandene Licht sehr gut beobachtet und genutzt worden sei, um diese Räumlichkeit zu erzeugen, was ein fotografisches Sehen voraussetzt.

Den 1. Platz unter den Erwachsenen belegte Jürgen Hans Bellinskies aus Edemissen (Kreis Peine), Lehrer der Unesco-Schülerprojektgruppe einer berufsbildende Schule in Braunschweig. Er hatte ein Bild eingereicht, auf dem sich der Dom in einer Pfütze des Kopfteinpflastes spiegelt, ein Weltkulturerbe auf dem Kopf. Von der Bildauffassung her sei das das individuellste Bild gewesen, lobte die Jury, bei der der Oberbürgermeister Kurt Machens, Superintendent Helmut Assmann, Domkapitular Wolfgang Osthaus sowie der Fotodesigner der Fakultät Erhaltung von Kulturgut, Clemens Kappen, mitwirkten.

Mit dieser feierlichen Preisverleihung startete am 1. Juni 2008 in Hildesheim der 4. bundesweite UNESCO-Welterbetag. In seiner Begrüßung stellte der Oberbürgermeister Kurt Machens die zunehmende Bedeutung des Welterbes für die Stadt Hildesheim heraus und dankte dem Hornemann Institut der HAWK für sein vielfältiges  Engagement, das Welterbe den Hildesheimer näher zu bringen. Zur Einstimmung sang der "Internationale Chor Hildesheim" unter Leitung von Christian Lauckner Lieder aus anderen Ländern. 

Der Fotowettbewerb wurde veranstaltet vom Hornemann Institut der Fakultät Erhaltung von Kulturgut der HAWK anlässlich seines zehnjährigen Bestehens. Er stand unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO -Kommission.
„Wir sind mit den Ergebnissen des Fotowettbewerbs sehr zufrieden, die Jury hatte eine schwere Wahl unter den vielen interessanten Einsendungen“, resümierte die Leiterin des Hornemann Instituts, Dr. Angela Weyer. Sie hatte den Wettbewerb initiiert und vor allem bei Schulen in Niedersachsen bekannt gemacht, denn er passt sehr gut zum Motto des diesjährigen Welterbetags „Schüler sehen ihr Welterbe“. Leider waren unter den insgesamt 72 Einsendungen nur 23 von Kindern bzw. Jugendliche.

Die überwiegende Anzahl der eingereichten Amateurbilder zeigte ästhetische Außenansichten der beiden Kirchen aus unterschiedlichen Perspektiven, bei Tag oder bei Nacht und in einer Vielzahl an technischen Umsetzungen. Die Teilnehmer/innen zeigten viel Fantasie in der Auswahl der Motive. So finden sich überraschende Details und kreative Abbildungen der Baustellensituation in der Michaeliskirche. Der Titel „Mein Bild“ schloss bewusst sehr persönliche Annäherungen und künstlerische Fotografie mit ein, dokumentarische Fotografie aber nicht aus. Es sollten alle fotografischen Techniken zur Anwendung kommen: Fotografieren mit dem Handy, auf Film oder digital, in Farbe oder schwarz-weiß, vielleicht mit der Lochkamera oder durch experimentelle Umsetzungen, wie z.B. Collage und Montage.

Schöne Preise winkten den Preisträgern: Vier Digitalkameras, Fahrten für je zwei Personen nach Straßburg, Berlin und eine Übernachtung für 2 Personen und Stadtführung in der UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg sowie zwei Einkaufsgutscheine, Gutscheine für einen Rundflug über Hildesheim, für verschiedene Freizeitparks und ein Freizeitbad in und um Hildesheim. Einen besonderen Preis dachte sich das Jury-Mitglied Clemens Kappen für die jugendlichen Preisträger aus: Sie dürfen bei ihm einen zweitägigen Workshop zum Thema Nachfotografie machen.
Unter den Sponsoren befinden sich u.a. der Verein zur Erhaltung und Bewahrung des Weltkulturerbes, das Modehaus Kressmann, die Galeria Kaufhof, der Verkehrsverein Hildesheim, das Rasti-Land, der Freizeitpark Sottrum, der Aero Club Hildesheim, das Dom-Museum Hildesheim, die Filmgesellschhaft Thega und die Stadtwerke. Außerdem unterstützen den Wettbewerb die Hildesheimer Abgeordneten Eckhard von Klaeden und Godelieve Quisthoudt-Rowohl.

Die Ausstellung wird bis zum 17. Juni 2008 im Rathaus in Hildesheim präsentiert und zwischen dem 20. Juni bis zum 3.Juli 2008 in der UNESCO-Welterbekirche St. Michael in Hildesheim, anschließend im Dom zu sehen sein.

Einen Videobericht der Preisverleihung im Hildesheimer Rathaus von Hildesheim TV sehen Sie hier.

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