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Dreiwöchiger internationaler Workshop Architektur in Hildesheim

Studienthema war ein städtebaulicher Entwurf für das Gebiet des alten Güterbahnhofs

Die Studierenden aus drei Nationen bei der Arbeit an der HAWK.

Internationaler Workshop: Gruppenbild auf dem Hildesheimer Marktplatz

Soňa und Jan, Hayet und Joost, Lena und Daniel, das sind sechs von etwa 20 Studierenden dreier Nationen, die sich einer umfangreichen Aufgabe unterzogen haben: Sie sollten in Gruppenarbeit einen „städtebaulichen Entwurf mit Blockbebauung für das Gebiet des alten Güterbahnhofes in Hildesheim“ erstellen. Prof. Dr. Rainer Hobigk von der Fakultät Bauwesen der HAWK stellte diese anspruchsvolle Aufgabe für den Internationalen Workshop Archtitektur, an dem Studierende und Dozenten der Hogeschool Utrecht in den Niederlanden, der Universität Brünn in Tschechien und der HAWK in Hildesheim teilnahmen.

Drei Wochen intensiver Arbeit gingen nun zu Ende, und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Zuvor war es aber wichtig, dass die Studierenden an die Aufgabe herangeführt wurden. Dies verstanden insbesondere Stadtbaurat Thomas Kulenkampff, Honorarprofessor der HAWK, und der Bauhistoriker Prof. Martin Thumm von der HAWK, die den Studierenden die geschichtliche Entwicklung Hildesheims und des Planungsgebietes, aber auch mögliche Entwicklungsperspektiven mit auf den Weg gaben.

Prof. Dietmar Lügger und der Dekan Prof. Dr. Alfred Breukelman, beide Architektur-Beauftragte für die Partnerschaft mit der Hogeschool in Utrecht, geizten nicht mit Hinweisen während der Bearbeitungsphasen, denn wie alle anderen genannten bildeten sie das Tutoren-Team, welches die Gruppen forderte und vor allem förderte. Sie wurden durch Kollegen aus Utrecht und Brünn tatkräftig unterstützt. Aber auch die Stadt Hildesheim trug die Aktivitäten der HAWK mit, schließlich ist die Aufgabe nicht nur von akademischem Interesse, sondern kann in der Praxis Impulse geben.

Die bis in die Nächte gehenden Arbeitstage wurden durch mehrere Exkursionen wie zum Beispiel nach Wolfsburg, Goslar und Alfeld zu den Fagus-Werken angereichert. Sogar ein Fußballspiel mit anschließendem Picknick sorgte für Entspannung. Hier fragte einmal keiner nach dem Ergebnis.

Die Organisatoren, allen voran der wissenschaftliche Mitarbeiter Thomas Kauertz und die beiden Studierenden Gina Maybaum und Adrian Dams, waren jederzeit da, um Termine zu koordinieren, den Bus zu fahren, Getränke oder Arbeitsmaterial heranzuschaffen. Der Workshop hatte zwei Räume ganz zentral in der Fakultät belegt, so dass auch andere an den Aktivitäten teilhaben konnten. Die Entwürfe auf großen Plänen und Modellen aus Styropor und Pappe wurden von einer Jury bewertet. Vom Wohnen im Grünen bis zur der Idee eines Kulturzentrum in Harmonie mit umliegenden Blockbebauungen gab es vieles zu bestaunen. Es gab zwar einen Sieger, aber es haben alle gewonnen: neue Freunde, Übung in der englischen oder deutschen Sprache, fachliche Erkenntnisse und die Erkenntnis, dass ohne Internationalität und Teamarbeit große Aufgaben heute nicht mehr bewältigt werden können.

Die Initiatoren des Workshops, Architekt Kees Geevers aus Utrecht und Prof. Dr. Axel Stödter von der HAWK, waren diejenigen, die kurz vor Weihnachten in Brünn um Mitwirkung geworben hatten. Sie sind sich einig: Dieser Workshop wird seine Fortsetzung finden, zunächst in den Niederlanden, dann in Tschechien. Denn verbesserungswürdige Areale gibt es in jeder Stadt.

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