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Pilotprojekt "Soziale Arbeit und Schule" bekommt 113.000 Euro EU-Förderung

Kooperation von HAWK und Kreisvolkshochschule Peine läuft zunächst drei Jahre

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des aktuellen Fortbildungkurses an der HAWK „Lernen lernen“. Die Organisatorinnen: Prof. Dr. Maria Busche-Baumann HAWK (vorn ) und Monika Schweda (letze Reihe, 4.v.l.).

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) hat das Pilotprojekt „Soziale Arbeit und Schule“ der HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit und der Kreisvolkshochschule (KVHS) Peine in sein Förderprogramm aufgenommen. Mit rund  113.000 Euro Unterstützung kann das bisher einzigartige Fortbildungsprogramm für Schulsozialarbeiter, Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Polizei und Jugendhilfe nach einer Erprobungsphase jetzt an den Start gehen. Die Förderung läuft über drei Jahre.

Zwei Besonderheiten hat das Kooperationsprojekt: Zum einen hat die Zusammenführung verschiedener Berufsgruppen in der beruflichen Weiterbildung das Ziel der ganzheitlichen Betreuung der Kinder und Jugendlichen in der Schule. Die Weiterbildung orientiert sich damit am so genannten Sozialraum der Schülerinnen und Schüler und beschränkt sich nicht auf die Blickwinkel einzelner betreuender Professionen. Zum anderen bringt die Zusammenarbeit der Bildungsinstitutionen Hochschule und Volkshochschule neue regionale Vernetzungseffekte.

„Wenn man Lösungen im Jugendbereich entwickeln will, geht das nur gemeinsam“, betont Prof. Dr. Maria Busche-Baumann, Dekanin der HAWK-Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit. Ziel des EU-Förderprogrammes ist, die regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung zu stärken. Monika Schweda, Programmleiterin Pädagogik der Kreisvolkshochschule Peine, sieht diesen Effekt auf zwei Ebenen: „Indem wir die betreuenden Berufsgruppen auf Hochschulebene weiterbilden, sorgen wir direkt für eine bessere Unterstützung der Schüler und erhöhen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.“

Nachdem vor rund einem Jahr von beiden Institutionen der Kooperationsvertrag unterzeichnet worden war, sind auch schon die ersten Fortbildungsveranstaltungen realisiert worden. Insgesamt haben schon rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer  gemeinsame Weiterbildungsangebote wahrgenommen. So läuft derzeit der Kurs „Lernen lernen“, bei dem Evelyn Krauß, Doktorandin am Institut für pädagogische Psychologie an der TU Braunschweig, in den aktuellen Forschungsstand zum Thema Lernstrategien einführt. Im kommenden Wintersemester steht das Projektmodul „Elternarbeit“ auf dem Programm. „Bisher gibt es wenige Ansätze, wie in Schulen eine gelingende Elternarbeit initiiert werden kann. Wir wollen bei unseren Fortbildungen neue Konzepte entwickeln und die Erfahrungen der verschiedenen Berufsgruppen einfließen lassen“, betont Dekanin Busche-Baumann.

Angeboten werden die Module von Lehrenden der  HAWK  und  deren Partnerhochschulen, Dozenten/innen der KVHS Peine und Praktiker/innen aus den Bereichen Schule, Soziale Arbeit, Polizei, Justiz und Gesundheitswesen. Die Organisation liegt in den Händen Kreisvolkshochschule, über die auch die Anmeldungen abgewickelt werden. Vorgesehen sind insgesamt 13 Weiterbildungsmodule. Für 2009 ist das Modul „Konfliktbewältigung“ wie zum Beispiel die pädagogische Bewältigung abweichenden Verhaltens wie Schulmüdigkeit oder Schulabsentismus beziehungsweise Schulverweigerung geplant.

Anmeldung und weitere Informationen:

Kreisvolkshochschule (KVHS) Peine
Monika Schweda
www.kvhs-peine.de
05171/4013140
bgrobe@kvhs-peine.de

HAWK
Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Prof. Dr. Maria Busche-Baumann
05121/881-400
busche-baumann@hawk-hhg.de

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