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"Großer Bahnhof" für die Ministerdelegation mit Fähnchen schwingenden Studierenden

Forum Anwendungsorientierte Hochschulausbildung, Forschung und Entwicklung in China und Deutschland in Hefei - Volksrepublik China

Ministerpräsident Wulff, Botschafter Schaefer, Vizegouverneur Xie, Prof. Müller, verdeckt: Präsident Zhao

Unter Mitwirkung des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen hat die chinesische Partnerhochschule der HAWK, die Universität Hefei in der Provinz Anhui ein Forum in Hefei veranstaltet, an dem die HAWK als wichtiger Partner mit einer Delegation unter Leitung des Vizepräsidenten Prof. Dr. Müller teilgenommen hat. Die Provinz Anhui hat fast so viele Einwohner wie die Bundesrepublik Deutschland, die Provinzhauptstadt Hefei ist größer als die Bundeshauptstadt Berlin.An dem Forum nahmen Vertreterinnen und Vertreter aller Niedersächsischen Fachhochschulen und Hochschulen aus Sachsen-Anhalt teil. Insgesamt waren etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Hefei anwesend. Die Mehrzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus China, aus Deutschland etwa 30 Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Hochschulen.

Wissenschaftsminister Stratmann hielt ein Referat über die Entwicklung und Perspektiven der Fachhochschulen in der Bundesrepublik Deutschland am Donnerstag, den 9.Oktober 2008. Höhepunkt war der Besuch von Ministerpräsident Wulff, der mit einer Delegation von fast 70 Personen, darunter dem deutschen Botschafter Dr. Schaefer am Freitag den 10. Oktober in Hefei anwesend war. Es gab einen „großen Bahnhof“ für die Ministerdelegation mit Tausenden von Fähnchen schwingenden Studierenden, effektvolle Vertragsunterzeichnungen und ein hervorragendes Konzert, das teilweise durch Mitglieder der Universität Hildesheim gestaltet wurde. Der Ministerpräsident war sichtlich erfreut, so viele „seiner“ Professorinnen und Professoren in China zu treffen. Herr Wulff unterstrich in seinen Ausführungen mehrmals die Bedeutung der Fachhochschulen für die anwendungsorientierte Hochschulbildung.

Zur HAWK- Delegation gehörten neben dem Vizepräsidenten Prof. Müller die Professoren Leimer (Fakultät Bauwesen) und Loewen (Fakultät Ressourcenmanagement). Prof. Müller hielt einen Vortrag über das Personalwesen an deutschen Hochschulen und führte den Vorsitz im Arbeitskreis Technologietransfer. Im Rahmen des Forums wurde eine Vereinbarung zur Gründung einer Technologieplattform zur Sicherung im Bauwesen in der Provinz Anhui abgeschlossen, die von Prof. Dr. H.- P. Leimer von der Fakultät Bauwesen federführend vorbereitet wurde und für die HAWK vom Vizepräsidenten Müller im Beisein von Ministerpräsident Wulff unterzeichnet wurde (Originalton des Ministerpräsidenten: Sie haben in diesem Fall wirklich den MP im Rücken – siehe Foto). Prof. Dr. A. Loewen war Vertreter der HAWK für die gemeinsame Forschung und Entwicklung sowie den Technologietransfer im Schwerpunkt Umwelt- und Energietechnik, ein Bereich, in dem die HAWK an dem Chinesisch- Deutschen Zentrum für Umwelttechnologien und Wissenstransfer (CETK) maßgeblich beteiligt ist.

Auf dem Forum wurde deutlich, dass in China das Konzept der deutschen Fachhochschulen immer mehr an Bedeutung gewinnt und die chinesische Seite großen Wert auf gut funktionierende, lebendige Kooperationen legt. Besonderes Interesse besteht an dem Konzept von dualen Studiengängen, aber auch grundsätzlich auch an der dualen Ausbildung, die in Deutschland eine lange Tradition besitzt, im Ausland mit Ausnahme der an Deutschland angrenzenden Länder wenig oder gar nicht bekannt ist. Auch in China wird die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen und Verbänden für den Erfolg der Lehre und bei Technologieprojekten im Bereich der angewandten Forschung immer wichtiger.

Die Gastgeber gaben sich alle Mühe, um den Besuch aus Deutschland zu unterstützen. Eine Rundumbetreuung stellte sicher dass keiner in dem Gastland, dessen Sprache für Mitteleuropäer schwer zu erlernen ist, verloren geht und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Rückreise die Arbeit an ihren Hochschulen wieder aufnehmen können.

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