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Wohnbrücke für Duisburg: Entwurf von HAWK-Studenten ist Bundessieger

750 Studierende aus 50 Hochschulen beteiligen sich an Deutschland weitem Xella-wettbewerb

Die Preisträger (v. l. n .r.):Jens Kowallik (1. Preis, HAWK), Dr. Jörg Brinkmann (Xella), Felix Rohde (1. Preis, HAWK), Robert Gorny (2. Preis, Akademie der Bildenden Künste Stuttgart), Emma Friedrich

Der Sieger-Entwurf - Ansicht Süd

Ihr Entwurf einer Wohnbrücke für Duisburg hat den HAWK-Studenten Jens Kowallik und Felix Rohde von der Fakultät Bauwesen in Hildesheim jetzt den Bundessieg diesjährigen Xella Studentenwettbewerb eingebracht. Wie berichtet, hatten sich die beiden schon in der Ausscheidung Nord des Wettbewerbs durchgesetzt. Insgesamt hatten sich 750 Architektur-Studierende aus 50 deutschen Hochschulen beteiligt. Wettbewerbsaufgabe war, eine weit über den Rhein gespannte „Living Bridge“ als besondere Attraktion für die Stadt Duisburg zu entwerfen.

Jetzt wurden im „inHaus2“, dem Innovationszentrum des Fraunhofer Instituts in Duisburg, die Auszeichnungen für die Bundessieger vergeben. Besonders erfolgreich waren Studierende der Hochschulen Hildesheim, Stuttgart, Siegen, Augsburg, Münster und Frankfurt am Main.

Den ersten Preis holte sich das Zweierteam Jens Kowallik und Felix Rohde von der HAWK Hildesheim mit einem Entwurf, der städtebaulich wie architektonisch den Anspruch an eine herausragende Landmarke erfüllt. Ein sich nach Osten zum RheinPark hin neigender Wohnturm fungiert gleichzeitig als Tragwerk für eine einhüftige Schrägseilkonstruktion und bildet damit ein eindeutiges Wahrzeichen, das in seiner Form subtil auf Fluss und Landschaft eingeht und die Verbindung zur Stadt herstellt. Jürgen Dressler, Stadtentwicklungsdezernent von Duisburg und Mitglied der unabhängigen, aus Professoren, Architekten und Ingenieuren bestehenden Jury, gibt dem Entwurf im Hinblick auf seine große Nutzbarkeit sogar eine Realisierungschance, wenn ein entsprechender Investor gefunden wird. Betreut wurde das Hildesheimer Studententeam von den Professoren Michael V. Sprysch und Dietmar Lügger. 

Konkrete Aufgabe war die Entwicklung einer „Living Bridge“, eine insgesamt etwa 800 Meter lange Wohnbrücke, die den Rhein 250 Meter überspannt, als besondere Attraktion für die Stadt Duisburg. Die Brücke muss den Rhein, um die Schiffbarkeit zu gewährleisten, über eine Länge von 250 Metern und einer Mindesthöhe von 38 Metern stützenfrei überspannen.

Das Wettbewerbsgelände befindet sich westlich der Duisburger Altstadt beiderseits des Rheinufers. Auf der östlichen Rheinseite soll in den nächsten Jahren mit dem geplanten RheinPark aus einem ehemaligen Industriegelände ein lebendiges Stadtquartier am Fluss entwickelt werden.

Der Xella Studentenwettbewerb, der die Tradition des Hebel Studentenwettbewerbs fortführt, findet in diesem Jahr zum 23. Mal statt. Er ist mit insgesamt 30.000 Euro Preisgeldern dotiert.

Der Auslober des Wettbewerbes, die Duisburger Xella International GmbH, ist mit Produktmarken wie Hebel, Ytong, Silka, Fermacell und Multipor einer der international führenden Baustoffhersteller.

 


 

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