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"Der Tod ist ein Meister aus Deutschland"

Hochschulgemeinden laden zu einer Veranstaltungsreihe 70 Jahre nach den Novemberpogromen ein

Zum siebzigsten Jahrestag der so genannten Reichspogromnacht präsentieren die Hildesheimer Hochschulgemeinden eine Veranstaltungsreihe, mit der sie dazu einladen, sich in eine aktive Auseinandersetzung mit den Ereignissen und den Opfern von Holocaust und Shoa zu begeben. Das Programm beginnt mit einer Lesung am 6.11., um 20 Uhr, im Foyer der HAWK am Goschentor. Im Zentrum steht die Frage: Kann man zu den klassischen Texten zu Pogrom und Shoa mit modernen Texten in einen Dialog treten? Lyrik von Nelly Sachs, Paul Celan, Rose Ausländer u.a. werden befragt und hinterfragt durch Studierende des Kreativen Schreibens. Als eigene Stimme kommentiert und ergänzt das musikalische Ensemble DRAJ aus Essen die Lesung mit ihrem Programm „Lieder aus den Ghettos“. Die auch aus dem WDR bekannte Künstlergruppe hält auf ihre Weise die Tradition jüdischer Lieder lebendig und verbindet sie in Neu-Arrangements mit unterschiedlichen musikalischen Genres.

Am 9.11. findet von 18 bis 22 Uhr eine Mahnwache am Hildesheimer Lappenberg statt, einst Standort der Synagoge der jüdischen Gemeinde zu Hildesheim. Beteiligt sind zahlreiche Gruppierungen, die die Mahnwache mit Worten und Schweigen gestalten.

Zum Abschluss der Reihe zur Reichspogromnacht bieten die Hochschulgemeinden am 14.11. eine Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen bei Celle an. Dabei wird es eine Führung über das Lagergelände und einen Besuch des neuen, gerade mit einem Architekturpreis ausgezeichneten Dokumentationszentrums geben. Hin- und Rückfahrt sind ab ESG/KHG-Zentrum in der Braunsberger Straße 52 mit Bussen organisiert. Anmeldungen per Mail sind ab sofort möglich unter jan.wedemeyer@web.de. Die Kosten betragen pro Person 5,- Euro.

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