English Version | Intranet | Schnellzugriff

Motiv Weltkulturerbe: Besondere Hildesheimer Sichtweisen

Hornemann Institut der HAWK stellt großformatigen Bildkalender für 2009 vor

Das Wettbewerbsfoto von Michael Möller

Das Team des Hornemann Instituts: (v.l.n.r) Institutsleiterin Dr. Angela Weyer, Architekt und EDV-Spezialist Gunnar Werner, die Verwaltungsangestellte Birgit Gecius und die Restauratorin Barbara Hentschel.

Er ist ein Vorbote zu den Feierlichkeiten für 1000 Jahre St. Michael im Jahr 2010 – der  großformatige Kalender „Mein Bild vom Weltkulturerbe“, den das Hornemann Institut der HAWK jetzt für 2009 herausgegeben hat. Die 13 großformatigen Fotos sind von den Preisträgern des gleichnamigen Fotobewerbs kostenfrei zur Verfügung gestellt worden.

Die sehr kreativen Abbildungen zeigen vor allem ästhetische Außenansichten der beiden Kirchen aus unterschiedlichen, zuweilen sehr persönlichen Blickwinkeln, bei Tag oder bei Nacht. Da ist zum Beispiel die sehr klare Architekturaufnahme von René Franken, der sich fortschrittlicher digitaler Techniken bedient und so die Fassade des Domes einzigartig herausarbeitet. Der Hildesheimer Marian Schrader erzeugte indessen mittels fotografischer Mittel und Bildbearbeitung eine surreale Stimmung der Gottesburg St. Michael. Klaus Thielemann aus Hildesheim fügte beide Welterbekirchen in einer Collage mit Bischof Bernward zusammen, der vor rund 1000 Jahren das Hildesheimer Welterbe prägte. Ein eher dokumentarisches Bild ist das der Schülerin Katharina Thimian, die bei ihrem Foto des Türgriffs der  Bronzetür im Dom „die Eindrucksqualität des Objekts sehr gut hervorhebt“, so das Urteil der Jury.

Mehrere Bilder greifen die Baustellensituation in der Michaeliskirche auf: Assoziationen zu den Bildern von Piet Mondrian, dem Begründer der abstrakten Malerei, erweckt bei vielen das Bild von Bianca Buerschaper aus Schellerten. Sie lässt die Baustellenfolie im Querhaus von St. Michael ein konstruktivistisches Bild zeichnen. Auch im preisgekrönten Foto der Schülerin Cora Müller dominiert die Folie, die in fließender Bewegung einen Kontrast zur Statik der Architektur bildet. „Kirche in Bewegung“ assoziierte eines der Jurymitglieder. Der Jury gehörten an: Oberbürgermeister Kurt Machens, Superintendent Helmut Assmann, Domkapitular Wolfgang Osthaus sowie der Fotodesigner der HAWK-Fakultät Erhaltung von Kulturgut, Clemens Kappen.

Das Bild zum Jahresabschluss stammt von Hans Philipp Oehler, der die Pieta im Dom
durch die Reduzierung auf ein Minimum an Licht in eine geradezu mystische Stimmung tauchte.

Den Fotowettbewerb hatte das Hornemann Institut der HAWK-Fakultät Erhaltung von Kulturgut anlässlich seines zehnjährigen Bestehens ausgeschrieben. 72 Personen hatten sich mit insgesamt 109 Werken beteiligt, davon 49 Erwachsene sowie 23 Kinder und Jugendliche.Der Wettbewerb stand unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Ziel des Hornemann Instituts war es, durch den Fotowettbewerb die Auseinandersetzung mit dem UNESCO-Welterbe vor der eigenen Haustür zu fördern. Deshalb umfasste das Thema des Wettbewerbs die Hildesheimer UNESCO-Welterbekirchen Dom und St. Michael mit deren Ausstattung.

Der Bildkalender ist nur in einer kleinen Sonderauflage erschienen. Interessierte können den Kalender für 14,80 € beim Hornemann Institut (Kardinal-Bertram-Straße 36, Tel: 408174) während der Bürozeiten kaufen oder sich via Post zusenden lassen. Weitere Verkaufsstellen sind die tourist-information im Templerhaus und die Andreas-Buchhandlung in der Schuhstraße. Auf der Website des Hornemann Instituts www.hornemann-institut.de kann man sich die Bilder alle anschauen.

Zurück zur letzten Seite