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Maike Dahl gewinnt mit 6000 Euro dotierten Bremer Kunsthandwerkerpreis

HAWK-Absolventin der Fakultät Gestaltung wird für eine Gruppe von Silbergefäßen ausgezeichnet

Maike Dahl bei der Arbeit                         Aufn.: Focke-Museum

Die Jury: Maike Dahls Silbergefäße überzeugen durch die Verbindung von hoher Formkultur, technischer Brillanz und Gebrauchstauglichkeit

Der mit 6000 Euro dotierte Auguste-Papendieck-Preis der Sparkasse Bremen für innovatives Kunsthandwerk geht in diesem Jahr an die HAWK-Absoventin Maike Dahl. Die in Hannover lebende und in eigener Atelierwerkstatt arbeitende Goldschmiedin und Diplom-Designerin erhält den renommierten Kunsthandwerkerpreis für eine Gruppe von Silbergefäßen, „die durch die Verbindung von hoher Formkultur, technischer Brillanz und Gebrauchstauglichkeit überzeugen“, wie es in der Begründung der Jury heißt.

Besondere Merkmale von Maike Dahls Arbeiten sind raffinierte Faltungen und Überlappungen in vielen Variationen, abgeleitet von profanen Pappbechern und –schalen, die den Objekten Struktur und Stabilität geben. Zugleich setzt sie so ihr besonderes Anliegen um, Silbergefäße von ihrem Repräsentationscharakter zu befreien und ihnen einen Platz im Alltag zu geben.

Der Auguste-Papendieck-Preis ist für die Preisträger mit einer Ausstellung auf 400 Quadratmetern im Bremer Landesmuseum sowie mit einem Katalog verbunden.
Ergänzend werden in der Ausstellung auch die Wettbewerbsarbeiten zwei weiterer für den Papendieck-Preis 2008 nominierten Kunsthandwerker präsentiert: Ein großer Tisch mit innovativer Aufbewahrungslösung von Peter Heidhoff und eine Gruppe eindrucksvoller Urushi-Gefäße des Bremers Manfred Schmid.


Wer war Auguste Papendieck?
Seit 1966 wird der Preis für vorbildliche und innovative Arbeiten auf dem Gebiet der zeitgenössischen angewandten Künste ausgeschrieben. Er ist nach der Bremer Keramikerin Auguste Papendieck (1873-1950) benannt. Sie war die erste Frau in Deutschland, die in dem traditionsreichen Töpferhandwerk 1912 die Meisterprüfung ablegte. Sie fand, wie viele moderne Kunstkeramiker, ihre künstlerischen Vorbilder in alten chinesischen Steinzeuggefäßen. Ihre Werke, die in zahlreichen Ausstellungen national wie international große Anerkennung fanden, zeichnen sich durch schlichte, klare Formen und aufwändige, oft plastisch wirkende Glasuren aus, die die Künstlerin in langen Versuchsreihen entwickelt hatte.

Der Preis
Seit 2002 ist der Preis auf das Gebiet der Neuen Hanse Interregio erweitert. Aufgefordert sind Kunsthandwerker aus Bremen, Niedersachsen und den vier nord-niederländischen Provinzen Groningen, Friesland, Drenthe und Overijssel sich mit ihren Arbeiten zu bewerben. Durch die grenzüberschreitende Ausdehnung auf einen gewachsenen Kulturraum erhält der Auguste-Papendieck-Preis zusätzliche Attraktivität, indem er den Blick auf Gemeinsamkeiten und Eigenständigkeiten in Fragen der Gestaltung lenkt, auf traditionelle Formensprachen und innovative Interpretationen kunsthandwerklicher Themenstellungen.

Einsendeschluss für die schriftlichen Bewerbungen
um den Auguste-Papendieck-Preis 2010 ist Freitag, der 30. April 2010.

Weitere Infos zum Preis
finden Sie unter www.sparkasse-bremen.de/auguste.

 


Informationen zum Ausstellungsbesuch

Öffnungszeiten
15. November 2008 bis 11. Januar 2009
Di 10 – 21 Uhr
Mi bis So 10 – 17 Uhr

Eintritt (inkl. Besuch der Dauerausstellungen)
Erwachsene 6 Euro
Ermäßigt 3 Euro

 

Eröffnung und Preisverleihung (öffentlich):
Freitag, 14. November 2008, 18.30 Uhr
Begrüßung
Dr. Frauke von der Haar
Focke-Museum

Preisverleihung
Dr. Heiko Staroßom
Vorstandsmitglied
Die Sparkasse Bremen

Laudatio
Dr. Sabine Wilp
Handwerksform Hannover


Künstlergespräche in der Ausstellung:

Sonntag, 16. November 2008 und
Sonntag, 11. Januar 2009, jeweils um 11.30 Uhr
Maike Dahl erläutert ihre Arbeiten und Techniken im Gespräch mit
Dr. Uta Bernsmeier (Focke-Museum)
Erwachsene 10 Euro, ermäßigt 7 Euro (inkl. Eintritt)

 


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog
Maike Dahl. Tafelsilber für den Alltag

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