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Wenn Spaghetti zu Lastenträgern werden

Kinder-Vorlesung der VHS in Alfeld: "Warum hält eigentlich die Leinebrücke?"

Praxistest mit einem selbstgebauten Laves-Träger

„Warum hält eigentlich die Leinebrücke?“ – die Antwort auf diese Frage hat jetzt Schülerinnen und Schüler zwischen acht und zwölf Jahren doch brennend interessiert. Bei einer Kindervorlesung in Alfeld hatten Prof. Nikolaus Nebgen und die Studenten Jan Möller und Jerome Punge von der HAWK-Fakultät Bauwesen einige Schaumstoffmodelle von Bögen und Biegeträgern vorbereitet, anhand deren die Kinder selbst herausfinden konnten, „wo es drückt und wo es zieht und wo nichts los ist“. Prof. Nebgen und seine Assistenten waren sehr erstaunt darüber, wie schnell und sicher die Kinder Erkenntnisse spielerisch nicht nur gewinnen, sondern auch formulieren konnten. „Wir hätten nie gedacht, dass Kinder in diesem Alter so schnell verstehen können, was im Inneren unserer Bauteile vor sich geht“, war die einhellige Meinung der drei „Lehrenden“.


Als nächstes durften die Kinder einen Laves-Träger selbst zusammenbauen und waren ganz erstaunt, dass dieser Träger, mit circa zwei Meter Spannweite, die beiden schwersten „Brocken“, mit zusammen 110 Kilo, ausgehalten hat, ohne dabei zu brechen. Der krönende Abschluss waren Eigenkonstruktionen von Brückenmodellen mit 26 Zentimeter langen Spaghettis. In Gruppen von zwei oder drei Brückenbauern wurden mit Hilfe von Klebepistolen Fachwerkträger, Stabbündel etc. aus den Spaghettis zusammengefügt. Der wissenschaftliche Aspekt durfte natürlich auch nicht zu kurz kommen. Daher wurden zum Schluss auch noch die Bruchlasten der Modelle ermittelt, was manchen Kindern sehr schwer fiel, da sie ihr Werk nicht gern zerstört mit nach Hause nehmen wollten.

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