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Je 48 Holzarten finden sich in den 777 Musterkästen

Schreinermeister Johann Bauchmüller beliefert Göttinger Forststudierende mit handfestem Anschauungsmaterial

Die Holzmusterkästen erleichtern das Auseinanderhalten der Holzarten

Johann Bauchmüller (links) und Prof. Dr. Friedbert Bombosch sind leidenschaftliche Holzexperten

Schreinermeister Johann Bauchmüller aus Kamp Lintfort in Nordrhein-Westfalen hat unlängst ein besonderes kleines Jubiläum gefeiert, das auch für HAWK-Studierende der Forstwirtschaft in Göttingen Bedeutung hat. Johann Bauchmüller ist nämlich der Lieferant der Holzmusterkästen, mit deren Hilfe die Studenten der Fakultät Ressourcenmanagement die verschiedenen Holzarten erkennen lernen. In sieben Jahren hat der Holzliebhaber im Ruhestand 37.296 Holzproben in 777 Klötzchenkisten gefertigt und nach Göttingen geliefert.
48 verschiedene Holzarten, davon 30 Wirtschaftshölzer Mitteleuropas, umfasst jeder liebevoll gefertigte Musterkasten.

Über eine ausgeklügelte Infrastruktur wird die Beschaffung der Rohware organisiert. Manch Grünflächenamt, botanischer Garten oder Parkbaumbesitzer weiß über die Leidenschaft von Johann Bauchmüller Bescheid und informiert ihn über den Anfall etwaiger Stämme oder Stammteile. Selbst verfügt Bauchmüller über eine stattliche Sammlung von annähernd 500 Holzarten, die seine Wohnräume verschönern. Balkon und Keller sind dick voll gepackt mit aufgesägten Proben für die nächsten Aufträge.

Sein Klassiker, der Schreinerkasten mit 120 verschiedenen Holzarten weltweit, diente manchem Interessenten vom Fach schon als Hochzeits- oder Ruhestandsgeschenk. Von seiten der HAWK pflegt Prof. Dr. Friedbert Bombosch, der unter anderem das Fach Holzartenkunde lehrt, diese Quelle. Damit die Kosten für die Studierenden erschwinglich bleiben, sammelt im Gegenzug auch Bombosch alle Arten von Hölzern für den 76-jährigen Holzexperten. Der will seiner Leidenschaft noch lange frönen und peilt schon das Tausender-Jubiläum an.

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