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Gebratene Schaben naschen - und etwas über Welternährung erfahren

Unterhaltsamer HAWK-Stadtcampus auf dem Göttinger Marktplatz war ein riesen Erfolg

Praxisorientiertes Studium - am HAWK-Pavillon haben alle mitgebaut (4.28 min)

Computeranimation der HAWK-Bühne auf dem Göttinger Marktplatz

Bettina König und ihre Studierenden stellten das Projekt Waldpädagogik vor

„Gebratene Schaben – das zukünftige Nahrungsparadies?“ Auf dem Göttinger Marktplatz haben viele Besucher und Besucherinnen des HAWK-Stadtcampus jetzt selbst mal eine echte kleine Schabe genascht. Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Göttingens Ingenieurschmiede, hatte zwei Tage lang mit einem unterhaltsamen und verständlichen Programm ihre wissenschaftlichen Themen auf einer großen blauen Bühne mitten in der Stadt vorgestellt.

Die gebratenen Schaben waren dabei nur eines von vielen Themen und beileibe kein Witz. Hintergrund der Aktion: Die stetig wachsende Weltbevölkerung und der steigende Energiehunger führen zu einer verschärften Konkurrenz der Flächennutzung. Was soll die Landwirtschaft produzieren – Nahrung, Energie oder Rohstoffe? Einen alternativen Lösungsweg für die hochwertige und preisgünstige Proteinversorgung zeigt die Göttinger HAWK-Fakultät Ressourcenmanagement: Insekten auf den Teller.

Flüssigen Stickstoff zum Beispiel hat Prof. Dr. Wolfgang Müller namens der Fakultät Naturwissenschaften und Technik über das Pflaster des Marktplatzes wabern lassen. HAWK-Vizepräsident Prof. Dr. rer. nat. habil. Wolfgang Müller führt einfach und anschaulich in das Phänomen der Supraleiter ein. Zwei Tage gab es jede Stunde ein neues Thema auf der Bühne, informierten auch die Hildesheimer und Holzmindener HAWK-Fakultäten in der Infowelt, konnten Kinder auf der Aktionsfläche Kletterübungen machen und waren durchgehend an den Projektständen überraschende und informative Aktionen zu bestaunen. So eben auch das Schabenbraten.

HAWK-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Thren beschrieb, warum die HAWK sich in der City tummelt: „Göttingen besitzt mit der HAWK eine erstklassige Ingenieurschmiede, deren Professoren und Absolventen in Fachkreisen und in der Wirtschaft überregionales Ansehen genießen. Das ist nicht allen Göttinger Bürgerinnen und Bürgern bewusst. Wir wollen die HAWK für Jung und Alt erlebbar machen und den Göttingern nahe bringen.“

Nach Zahlen sei die HAWK mit rund 1200 Studierenden allein an den beiden Göttinger Fakultäten Ressourcenmanagement und Naturwissenschaften und Technik nicht riesig, dafür aber klein und fein und mit den Studienangeboten bestens aufgestellt. Thren ordnete dies selbstbewusst und auch ein wenig augenzwinkernd ein: „Angesichts des riesigen Ingenieurmangels in Deutschland mit rund 44.000 vakanten Stellen haben 1200 angehende Ingenieure dann doch eine große Bedeutung. So sind wir in gewisser Hinsicht ein kleiner Riese.“

 „Wir ‚produzieren’ Ingenieure für die Region. In der Regel verbleiben 50 Prozent unserer Absolventinnen und Absolventen in wichtigen Positionen in Unternehmen der Region und tragen damit zur Exzellenz des Wirtschaftsraumes Südniedersachsen bei. Denn wir entwickeln Innovationen gemeinsam mit Unternehmen der Region und verwirklichen damit mit unsern Partnern Forschung und Entwicklung sowie Wissens- und Technologietransfer“,  betonte Thren.

Die Veranstaltung bekam viel sehr positive Resonnanz und war ein echter Erfolg. Insgesamt haben sich mehr als hundert HAWKler/innen beteiligt. Ein Dank an alle.

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