English Version | Intranet | Schnellzugriff

Utopien in gebaute Realität umgesetzt

Ringvorlesung "Vom Nutzen des Denkmals" der HAWK-Fakultäten Erhaltung von Kulturgut und Bauwesen am 8. Juni 2009

Architekturbeispiele aus Amsterdam

„Städtebauliche Leitbilder des 20. Jh. in den Niederlanden  - das Beispiel Amsterdam“ heißt der Vortrag von Baudirektor Dipl.-Ing.Thorsten Warnecke aus Hildesheim. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung  »Vom Nutzen des Denkmals« der HAWK-Fakultäten Bauwesen und Erhaltung von Kulturgut in der Aula, Hohnsen 2, in 31134 Hildesheim statt und beginnt um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Thema des Vortrags ist die wechselvolle Geschichte der Amsterdamer Stadtentwicklung im letzten Jahrhundert und der Einfluss städtebaulicher Leitbilder auf das Stadtbild und den Stadtgrundriss wie wir ihn heute kennen.
Die Niederlande haben traditionell eine hoch entwickelte Planungskultur und der Staat eine starke Rolle in der Stadtplanung – mit der Folge, dass hier die städtebaulichen Leitbilder und Utopien der letzten 100 Jahre besonders konsequent in gebaute Realität umgesetzt wurden.
Amsterdam steht dabei exemplarisch für den Weg von der hochverdichteten und übervölkerten Industriestadt Ende des 19. Jahrhunderts hin zur funktionalen Stadt der Moderne, der in den neuen Quartieren zunächst zaghaft und dann immer radikaler bis zur vollständigen Auflösung der überlieferten Stadtstrukturen in funktionalen Clustern führte.
Ebenso beispielhaft ist hier der letztlich von der Bevölkerung erzwungene Bruch mit diesem Leitbild zu studieren – und die bis heute andauernde Rückkehr zur europäischen Stadt, der erneute Stadtumbau nach dem Leitbild der „lebendigen kompakten Stadt“.
Ein interessanter Blick in unser Nachbarland also, der auch das Erkennen und Verstehen der Baugeschichte unserer Städte erleichtert.

Zurück zur letzten Seite