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Pumpen, Mischen, Umfüllen - und wieder von vorn...

Sparkasse und Volksbank finanzieren auf Initiative von Jutta Rübke eine Wasserbaustelle für die HAWK-Modellkrippe

Konzentriertes Kinder-Kochen: Frederick (links) pumpt und matscht, während Henry das Wasser von einem Topf in den anderen schüttet

Frederick, Henry und Hadrian (von links nach rechts) testen den Wasserdruck der Fontäne

Wenn das Wasser sprudelt, sind Frederick, Henry und Hadrian nicht mehr zu halten. Nicht mal eine ganze Riege Erwachsener am Rande der Sandkiste kümmert die drei Zweijährigen. Während die anderen Kinder der HAWK-Modellkrippe den Besuch noch etwas scheu beäugen, pumpen die Jungs voll Inbrunst Wasser, füllen es von einem Topf in den anderen, mischen ein wenig Sand hinzu, pumpen wieder, mischen noch mal, füllen um, pumpen und mischen - konzentriertes Kochen eben.

Die neue Wasserbaustelle der Krippe ist der Renner schlechthin. Dazu gehört noch eine Fontäne, mit deren Strahl sich auch so einiges anstellen lässt. Jutta Rübke, die Hildesheimer SPD-Landtagsabgeordnete, hatte im Frühjahr – lange vor dem eigentlichen Bundestagswahlkampf – die Krippe in der Tappenstraße besucht und beschlossen: „Hier fehlt eine Wasserbaustelle.“ Sie machte sich für die Jüngsten erfolgreich auf die Suche nach Sponsoren: die Sparkasse und die Volksbank finanzierten die rund 3300 Euro.

Zu der zumindest für die Erwachsenen offiziellen Inbetriebnahme kamen jetzt neben Jutta Rübke, Christian Ziegenbein von der Sparkasse und Ina Surey von der Volksbank. Auch HAWK-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Thren ließ es sich nicht nehmen, auch einmal in junger Runde die Pumpe zu testen und bedankte sich bei allen Beteiligten.

Krippenleiterin Nicole Malek erläuterte, warum Wasserspiel und Matschen für Kinder nicht einfach nur Spaß sind: „Berührungen haben in unserem Leben eine große Bedeutung, das taktile System ist das ausgedehnteste Sinnesorgan unseres Körpers und spielt eine vitale Rolle im menschlichen Verhalten. Taktile Stimulierung umfasst selbstständiges gestalterisches Handeln und aktiv beobachtendes Auffassen sowie Verarbeiten von Eindrücken mit der Bereitschaft, sich neuen Erfahrungen zu öffnen. Deshalb pflegt Matschen die Befähigung zum Gestalten,  fördert die Wahrnehmungsfähigkeit, regt die Fantasie an,  steht in enger Verbindung zur Sprech- und Denkerziehung, bietet die Möglichkeit der Selbstverwirklichung und ist zudem eine Form der Selbstmitteilung der kindlichen Persönlichkeit. Wir wollen unseren Kindern im Rahmen unseres pädagogischen Konzeptes, dem Phänomenografischen Ansatz, diese Möglichkeiten in vollem Umfang bieten, denn solange das Matschen nur improvisiert bleibt, verursacht es enorm viel Arbeit und wird daher viel zu selten erlaubt.“

Die Wasserbaustelle ist aus Edelstahl und damit rostfrei, der 70-Liter-Tank kann an einen Gartenschlauch angeschlossen werden. Mit der Pumpe kann echter Wasserdruck erzeugt und auch zu anderen Spielgeräten, wie der Fontäne geleitet werden. Ingrid Haasper, Initiatorin der Krippe und Projektleiterin Familiengerechte Hochschule, schmiedete mit Jutta Rübke denn auch gleich Ausbaupläne. Jetzt wird Ausschau nach Unterstützern für einen noch fehlenden dritten Matschtisch an der Wasserbaustelle gehalten.

 

Eckdaten Krippe


-  eröffnet 2006 von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen
-  derzeit 39 Kinder besuchen die HAWK-Krippe

-  Warteliste: 70 Kinder (Stand August 2009)
-  Ausbau: Die HAWK strebt die Einrichtung einer Kindergartengruppe (drei bis sechs Jahre) an. Eine Realisierung ist derzeit noch nicht absehbar

-  Personal: zwei Halbtags-, eine Ganztagsgruppe à zwölf Kinder zwischen neun Monaten und drei Jahren / ab Januar wird es 14 zusätzliche Ganztagsplätze geben. Mit dem Umbau der Räume in der Tappenstraße ist begonnen worden, es entsteht ein weiterer
Gruppenraum.

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