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HAWK-Studentin wird mit geknicktem Turm Dritte beim Laves-Preis der Architektenkammer

Lavesstiftung verleiht den 14. Förderpreis zum Thema "Das Architekturdetail im Gesamtentwurf"

HAWK-Master-Studentin Petra Busche gewinnt mit ihrem Entwurf den 3. Platz beim Förderpreis der Lavesstiftung.

Ihr Entwurf eines dreimal in der Sichtachse geknickten „Light Tower 2011“ hat der HAWK-Studentin Petra Busche den 3. Platz beim Förderpreis 2009 der Lavesstiftung eingebracht. Busche ist Master-Studentin im Studiengang Architektur an der Hildesheimer Fakultät Bauwesen. Thema des jährlich ausgelobten Wettbewerbs war „Das Architekturdetail im Gesamtentwurf“. Mit ihrem „Light Tower 2011“, den die Master-Studentin als Aussichtsturm für die Bundesgartenschau 2011 entworfen hat, konnte die 25-Jährige die fachkundige Jury überzeugen. Am Dienstagabend fand die Preisverleihung im Laveshaus in Hannover statt.

Insgesamt hatten fünf niedersächsische Hochschulen 27 Arbeiten eingereicht. 17 davon kamen aus den Universitäten in Hannover und Braunschweig, zehn lieferten die Fachhochschule Osnabrück sowie die HAWK-Fakultäten Bauen und Gestaltung mit dem Studienfach Innenarchitektur.

Bei der festlichen Verleihung untermauerte Architekt Dipl.-Ing. Peter Stahrenberg, Kuratoriumsvorsitzender der Lavesstiftung, die 1998 von der Architektenkammer Niedersachsen ins Leben gerufen wurde, die Intention des Wettbewerbs. „Die Detailplanung darf an den Hochschulen nicht vernachlässigt werden“, forderte er. So soll mit dem Förderpreis die Ausführungsplanung gefördert werden. Denn viel zu oft, betonte Stahrenberg, würden Architekten zwar den Entwurf liefern, die Detailplanung jedoch drohe zunehmend von anderen Berufsgruppen übernommen zu werden.

Architekt Prof. Dipl.-Ing. Werner Kaag, Vorsitzender der Jury, erklärte im Anschluss, inwiefern die jeweiligen Stärken und Schwächen der Entwürfe innerhalb der Jury ermittelt wurden. „Alle eingereichten Arbeiten haben einen qualitativ hohen Standard“, freute sich Kaag. Außerdem entsprachen sämtliche Entwürfe der Aufgabenstellung.   Als grober Orientierungsrahmen zur Bewertung dienten unter anderem Kriterien wie die gestalterische Einheit von Entwurf und Detailausbildung, Homogenität der Arbeit, Angemessenheit der Details, die Durcharbeitung sowie die klare Darstellung und Vermittlung der Lösung, Logik der Konstruktion, Material- und Funktionsgerechtigkeit, ökologische und energiebewusste Ansätze sowie die Innovation und Eigenständigkeit der Details.

Petra Busches Entwurf beeindruckte die Jury durch „den Turm mit seinem quadratischen Grundriss, der dreimal in Sichtachse zum deutschen Eck knickt, so dass sich drei übereinander liegende, schräg gestellte Kuben ergeben, die dem Bauwerk eine prägnante Form geben“. Insgesamt werde das Erscheinungsbild nachhaltig durch die Stahlkonstruktion geprägt. Die konstruktive Durcharbeitung des Projekts sei insgesamt positiv hervorzuheben.

Darüber hinaus überzeugte der „Light Tower 2011 durch die Materialgerechtigkeit der Konstruktion. Dafür gibt es für Busche 500 Euro Preisgeld. „Ich hätte nicht damit gerechnet“, freut sich Busche. Es sei die Anerkennung der Jury, die Busche beweise, dass sie auf dem richtigen Weg sei.
Den zweiten Platz mit 1000 Euro belegen Simona Schröder und Sven Wesuls von der TU Braunschweig, und über 1500 Euro freuen sich Elias Fuchs und Frank Lindner von der Leibniz-Universität Hannover. Der dortige Studiengang Architektur erhält außerdem eine Belobigung im Wert von 2000 Euro.

In der Jury entschieden Architekt Dipl.-Ing. Peter Stahrenberg, Architekt Prof. Dr. Georg Klaus (HAWK Hildesheim), Architekt Prof. Dipl.-Ing. Werner Kaag (TU Braunschweig), Architekt Prof. Dipl.-Ing. Bernd Kreykenbohm (FH Hannover), Architekt Dipl.-Ing. Herwig Roth, Architektin und Landschaftsarchitektin Dipl.-Ing. Katja Necker sowie Dipl.-Ing. Maria Kutowski, die Trägerin der Lavespreis 2008 ist. Nicht stimmberechtigter Protokollführer ist Architekt Dipl.-Ing. Andreas Rauterberg, leitender Referent der Geschäftsstelle der Architektenkammer Niedersachsen.      

Weitere Informationen im Internet unter www.aknds.de/lavesstiftung.html

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